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Weiter keine Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen

Für eine groß angelegte irakische Waffenproduktion vor Beginn des Irakkriegs im März 2003 fehlen nach einer neuen US-Untersuchung weiter die Beweise.

dpa WASHINGTON. Für eine groß angelegte irakische Waffenproduktion vor Beginn des Irakkriegs im März 2003 fehlen nach einer neuen US-Untersuchung weiter die Beweise.

Wie die "New York Times" am Freitag unter Berufung auf Regierungsbeamte berichtete, habe das Regime von Saddam Hussein jedoch die klare Absicht gehabt, ABC-Waffen nach einer möglichen Aufhebung oder Lockerung der UN - Sanktionen zu produzieren.

Die meisten Beweise für verbotene Waffenprogramme seien in Geheimlaboren des irakischen Nachrichtendienstes gefunden worden. Dort hätten kleine Mengen tödlicher chemischer und biologischer Stoffe produziert werden können, die aber eher für Attentate als für Massenvernichtungswaffen geeignet gewesen wären.

Der Entwurf des etwa 1500-Seiten starken Berichts bestätigt damit weitgehend Erkenntnisse des Reports des damaligen US- Chefwaffeninspekteurs, David Kay, vom Oktober vergangenen Jahres. Die neuen Erkenntnisse basieren nicht nur auf der Inspektion geheimer Labore, sondern auch auf Dokumenten von Spitzenfunktionären sowie Angaben irakischer Wissenschaftler und anderer Quellen.

Der Bericht des derzeitigen US-Chefwaffeninspekteurs Charles Duelfer soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden, berichtete die "New York Times" weiter. Der US-Präsident George W. Bush hatte die Invasion des Iraks im März 2003 vor allem mit der Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen begründet.

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