Weiter "Market-Performer"
Deutsche Bank setzt SAP-Prognosen herab

Die Deutsche Bank wird wegen der deutschen Steuerreform die Gewinnschätzungen des laufenden und kommenden Jahres für die SAP -Aktie reduzieren. Die Analysten Kevin Ashton und Adam Wood bezifferten am Donnerstag in London die anstehende Rückstufung mit 5,0 bis 10,0% für 2000 und mit 0 bis 5,0% für 2001. Die Bank behielt ihr "Market-Performer"-Rating für die Aktie bei.

dpa-afx LONDON. Die Analysten begründeten ihre Einschätzung mit Gesprächen mit dem Management. SAP habe ursprünglich geplant, die Kosten für das Mitarbeiter-Programm STAR mit Kapitalgewinnen aus dem Investmentportfolio zu bezahlen. Da SAP nach 2002 dank der Reform keinerlei Steuern auf diese Posten zahlen werde, mache es jetzt Sinn, Anteilsverkäufe zu verschieben. Die Kosten für STAR würden daher nicht aufgefangen.

Wie es hieß, werde die Aktie kurzfristig vom Vergleich mit einem schwachen dritten Quartal 1999 und dem positiven Nachrichtenfluss aus der Zusammenarbeit mit Commerce One profitieren. Allerdings ändere sich die Lage durch den Vergleich mit dem vierten Quartal 1999 und durch die eigenen Umsatzziele. Die Experten der Deutschen Bank merkten an, dass das Ziel von SAP, die Umsätze gemessen an den 4,3 Mrd.. Euro in 1998 auf 8,6 Mrd.. Euro in 2001 zu verdoppeln, eine extreme Herausforderung sei. Da kurzfristig keine Aktionen anstünden, sei SAP gezwungen, dieses Ziel mit Taten zu unterlegen.

Henning Kagermann aus dem Vorstand habe sich außerdem zuversichtlich über das seiner Meinung nach stabilisierte US-Geschäft geäußert. Er habe aber gesagt, dass es noch einige Quartale dauern werde, bis sich SAP eines Turnarounds sicher sein könne. Der Präsident des US-Marketing, Chris Larsen, habe sich allerdings extrem ermutigend geäußert: Er sei sehr erfreut über den positiven Einfluss der Partnerschaft mit Commerce One und die Auswirkungen auf die SAP-Belegschaft.

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