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Weiter Spekulationen um VfB-Traineramt

Stuttgart (dpa) - Nach der Absage des Grazer Trainers Walter Schachner gewinnen die Spekulationen um die künftige Besetzung des Traineramtes beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart noch mehr an Fahrt.

Da ein Wechsel von Teammanager Felix Magath zum FC Bayern München als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld bereits in diesem Sommer ungeachtet aller Dementis offenbar schon beschlossene Sache ist, sind mehrere Varianten denkbar. Eine zentrale Frage ist, ob das auf Magath zugeschnitte Teammanager-Modell weiter Bestand hat oder ob es wieder die klassische Aufteilung in Trainer und Manager gibt.

Stuttgarter Medien bringen den bisherigen Co-Trainer Krassimir Balakow als neuen Coach ins Spiel. Diese interne Lösung hätte den Vorteil, dass sie kostengünstig wäre. Denn der Bulgare steht ohnehin ebenso auf der VfB-Gehaltsliste wie Vorstandsassistent Jochen Schneider, der Manager werden könnte. Allerdings hat Balakow ein Jahr nach seinem Karriereende noch eine enge persönliche Bindung zum Gros der Spieler. Nach Informationen anderer Zeitungen wäre der ehemalige niederländische und südkoreanische Nationaltrainer Guus Hiddink ein Kandidat, falls beim VfB die Position des Teammanagers bestehen bleiben und Magath wirklich Hitzfeld-Nachfolger werden sollte.

Unterdessen geht Schachner geht davon aus, dass er den Job als Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart bekommen hätte, wenn er sich nicht zur Absage entschlossen hätte. «Das mit Stuttgart hätte was werden können. Ich habe aus mehreren Quellen erfahren, nicht Nummer drei auf der Wunschliste zu sein, sondern ganz oben zu stehen», sagte der Grazer Trainer der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Der 47-Jährige nannte weitere Gründe. «Die Vorbereitungszeit auf die neue Aufgabe wäre zu kurz gewesen. Ich kenne das Umfeld nicht, das wäre eine Hudlerei geworden», meinte Schachner. Zudem seien mehrere Details, etwa die Frage, ob er sein Trainer-Team nach Deutschland hätte mitnehmen dürfen, in den ersten Kontakten mit den Stuttgartern gar nicht zur Sprache gekommen.

Die andauernde Hängepartie um Magath, der seit Monaten ein klares Bekenntnis zum VfB scheut, hat nun auch zunehmend Auswirkungen auf die Stuttgarter Personalpolitik. Spielertransfers gestalten sich schwierig, Vertragsverlängerungen wie im Fall des Torwarts Timo Hildebrand wurden in die Sommerpause verschoben. Marcelo Bordon beklagt sich darüber, dass er immer noch nicht wisse, ob er schon nach dieser Saison oder erst 2005 zum FC Schalke 04 wechselt. Verpassen die Stuttgarter im «Endspiel» bei Bayer 04 Leverkusen den dritten Platz und damit die Qualifikation zur Champions-League, würde der Vizemeister wohl auf die im Raum stehende Millionen-Ablöse für den Brasilianer kaum verzichten können. Der VfB muss am letzten Spieltag mindestens ein Unentschieden holen, um vor Leverkusen zu bleiben.

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