Weitere 2.000 Entlassungen angekündigt
Marconi-Spitze tritt zurück

Der größte britische Telekommunikationsausrüster Marconi PLC hat am Dienstag mitgeteilt, dass Präsident Lord George Simpson und Vorstandsvorsitzender Sir Roger Hurn ihre Ämter abgeben werden. Neuer Vorstandsvorsitzender wird der bisherige Chef der Netzwerk-Sparte des Konzerns, Mike Parton.

dpa-afx LONDON. Parton sagte in London, Marconi werde im ersten Halbjahr 2001 die Gewinnschwelle nicht wie bislang erwartet erreichen. Im bis Ende Juli dauernden ersten Quartal seien Verluste von 227 Mill. GBP erwirtschaftet worden. Im zweiten Quartal würden Einsparungen aber zu einer Rückkehr des operativen Geschäfts in die Gewinnzone führen.

Marconi gab außerdem bekannt, zusätzlich zu den bereits im Juli angekündigten 3 000 weitere 2 000 Arbeitsplätze zu streichen. Betroffen seien 1 000 Mitarbeiter in den USA und 600 in Großbritannien. Gespräche mit den Gewerkschaften stünden noch aus. Insgesamt hat das Unternehmen damit in diesem Jahr angekündigt, 10 000 Mitarbeiter zu entlassen.

Ende August habe Marconi rund 4,4 Mrd. GBP Schulden. Parton plane, diese bis zum März 2002 auf 2,7 bis 3,2 Mrd. GBP zu senken. Dazu trage der angekündigte Verkauf der Medizin-Sparte des Unternehmens bei, der 780 Mill. GBP einbringen solle.

Das Unternehmen werde sich künftig auf das Kerngeschäft Kommunikationsnetzwerke für den Telefonverkehr konzentrieren, sagte Parton. Marconi war am Montag aus dem Eurostoxx 50-Index genommen worden.

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