Weitere Akquisitionen werden nicht ausgeschlossen
Ertragseinbruch bei Merck Finck

Das Privatbankhaus Merck Finck & Co. rechnet in diesem Jahr wegen der schwierigen Konjunktur und der Finanzmarktschwäche mit einem stagnierenden Gewinn.

mwb MÜNCHEN. 2001 sank der Überschuss um 29 % auf 11,2 Mill. Euro. "Wir haben antizyklisch investiert. Dazu gehören gute Nerven, gesunde Strukturen und ein gewisses Fettpolster", begründete der scheidende Sprecher der Geschäftsleitung Gerd Schmitz-Morkramer den Gewinneinbruch.

Sein Nachfolger wird ab April der Ex-City-Banker Alexander Mettenheimer (49). Schmitz-Morkramer wird Vorsitzender des Gesellschafterausschusses.

In der vorigen Woche wurde der Vertrag für der angekündigte Übernahme der deutschen WestLB Private Banking unterzeichnet. Durch den Zukauf peilt die Bank in 2002 einen Anstieg der Kundendepots um ein Viertel an, nach 15 % im vergangenen Jahr. Die Privatbank will die Konzentration auf Private Banking und Investment Banking weiter vorantreiben und schloss weitere Akquisitionen nicht aus. Während alle vier Großbanken ihr Personal im Privatkundengeschäft abbauen, erhöhte Merck Finck die Belegschaft um 8 % auf 490. Dadurch stieg der Personalaufwand um 11 % auf 78 Mill. Euro.

Das Firmenkundengeschäft wurde dagegen stark zurückgefahren. Die Firmenkredite verringerten sich um zwei Drittel auf 290 Mill. Euro. Das gesamte Kundenkreditvolumen sank um ein Drittel auf 788 Mill. Euro. Wegen des Wegfalls von Risiken wurden 5,6 Mill. Euro Risikovorsorge ergebnisverbessernd aufgelöst. Dennoch sank die Eigenkapitalrendite von 9,7 auf 6,9 %.

Beim Investment Banking will sich das Bankhaus künftig auf die Privatisierung öffentlicher Unternehmen spezialisieren, nachdem 2001 nicht ein Unternehmen an die Börse gebracht werden konnte. Merck Finck gehört seit 1999 zu 100 % der Kredietbank S.A. Luxembourgoise.

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