Weitere Anschläge in Haifa und Ariel
Radikale Palästinenser-Gruppe bekennt sich zu Anschlag

Eine radikale Palästinenser-Gruppe hat sich zu dem Selbstmordanschlag in der israelischen Stadt Kfar Saba bekannt, bei dem am Sonntag der Attentäter und ein weiterer Mensch getötet wurden. In einer Stellungnahme hieß es, hinter dem Anschlag stünden die "Vergeltungsbataillone der Volksarmee-Front".

Reuters JERUSALEM. Für zwei weitere Bombenanschläge am Sonntagabend in der israelischen Stadt Haifa und am Montagmorgen in der jüdischen Siedlung Ariel im Westjordanland werden ebenfalls militante Palästinenser verantwortlich gemacht.

In dem Bekennerschreiben der Palästinenser-Gruppe hieß es, der Anschlag sei die Vergeltung für israelische Angriffe auf Palästinenser sowie den Angriff auf eine syrische Radar-Stellung im Libanon. Der Anschlag falle beinahe auf den Jahrestag der Ermordung des Militärchefs der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Chalil el Wazir, am 16. April 1988 in Tunis. Der israelische Verteidigungsminister Binjamin Ben-Eliezer sagte, es lägen Drohungen für weitere Anschläge vor. "Wir bereiten uns darauf vor", sagte Ben Eliezer Bei dem Selbstmordanschlag an einer Bushaltestelle wurden Polizeiangaben zufolge auch etwa 40 Menschen verletzt. Israel machte die Regierung von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat für die Gewalttat verantwortlich.

In Haifa wurden Polizeiangaben zufolge drei Polizisten verletzt, weil die Bombe während der Räumung detonierte. Auf Grund der Art des Sprengsatzes, könne davon ausgegangen werden, dass es sich um einen nationalistischen Vorfall handele, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Explosion nahe eines Busses in der jüdischen Siedlung Ariel gab es nach israelischen Armeeangaben keine Verletzten. Für die Explosion seien militante Palästinenser verantwortlich, sagte eine Sprecherin der israelischen Armee.

Ministerpräsident Ariel Scharon sagte, letztlich laste alle Schuld an der Gewalt gegen Israel auf der Palästinenser-Regierung. Diese wies die Vorwürfe umgehend zurück. Trotz des Anschlags würden die Sicherheitsgespräche mit den Palästinensern fortgesetzt, sagte Ben-Eliezer dem israelischen Sender "Channel Two" In der Nacht zuvor hatten sich beide Seiten getroffen, aber kaum Fortschritte erzielt.

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