Weitere Anteilserhöhung nicht ausgeschlossen
Intershop-Chef: "Aktienkauf ist Zukunftsinvestition"

Intershop-Vorstandschef Stephan Schambach betrachtet sein am Montag angekündigtes Aktieninvestment von rund 10 Mill. ? in die eigene Firma als Investition in die Zukunft und nicht als notwendige Finanzspritze. "Das Investment hat überhaupt nichts mit der Cash-Position zu tun", sagte der Firmengründer.

Reuters FRANKFURT. Die liquiden Mittel von Intershop hätten auch ohne die Einlage ausgereicht, um durch das laufende Jahr zu kommen. "Wenn wir ein Cash-Problem hätten, dann würde ich lieber nicht investieren", sagte der Firmenchef. Ihm sei es darum gegangen, sein Vertrauen in die Zukunft der Firma zu unterstreichen. "Es ist wichtig für mich selbst, aber auch für unsere Kunden und die Mitarbeiter, dass es sich hierbei um ein echtes commitment in die Zukunft von Intershop handelt." Zum Jahresende verfügte Intershop noch über liquide Mittel von 36,3 Mill. ?.

Intershop hatte am Morgen mitgeteilt, dass Schambach 8,334 Millionen Inhaber-Stammaktien aus einer Kapitalerhöhung zum Kurs von 1,20 ? je Aktie kaufen werde. Zusammen mit einem im Januar angekündigten Aktientausch erhöhe sich sein Anteil an Intershop damit auf 19,1 %, sagte der Firmenchef. Das Geld zum Erwerb der Papiere stamme nicht von Dritten. "Es ist mein eigenes Geld", ergänzte Schambach.

Schambach schloss nicht aus, seinen Anteil noch weiter zu steigern. Dabei gehe es aber nicht darum, mehr Einfluss im Unternehmen zu gewinnen. "Ich habe genügend Mitspracherecht", sagte der Firmengründer.

2001 sei kein leichtes Jahr für den Anbieter von Software für das elektronische Geschäft gewesen, sagte Schambach. Die Firma verfüge aber über ein funktionierendes Geschäftsmodell und das Kundenvertrauen nehme zu.

Intershop sei nochmals kräftig umstrukturiert worden. "Ich bin mit dem Umbau sehr zufrieden." Unter anderem seien die Management-Hierarchie jetzt flacher gestaltet und die Kundennähe gestärkt worden. "Der Umbau ist im Wesentlichen abgeschlossen", sagte Schambach. Im ersten Quartal fielen noch Restrukturierungskosten an. Danach sei nicht mehr mit weiteren Aufwendungen zu rechnen.

Nach einem dreistelligen Millionenverlust im Jahr 2001 hatte Intershop Mitte Februar unter anderem angekündigt, die Zahl der Mitarbeiter bis zu Jahresmitte 2002 auf 500 von derzeit 733 zu reduzieren. Zudem kündigte Schambach eine aggressive Vertriebsstrategie und fundamentale Neuausrichtung an, um Intershop 2002 auf Quartalsbasis in die Gewinnzone zu führen.

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