Weitere Eintrübung der Branchenkonjunktur
Pessimismus in der Bauindustrie

Die deutsche Bauindustrie sieht mit zunehmenden Pessimismus auf die Entwicklung in der Branche.

vwd BERLIN. Die Frühindikatoren zeigten eine "weitere Eintrübung der Baukonjunktur an", erklärte der Verband am Freitag in Berlin. Das Volumen der Baugenehmigungen für Bürogebäude sei der Baugenehmigungsstatistik zu Folge in den ersten vier Monaten des Jahres 2002 um 16,4 % nach einem Plus von 8,8 % im Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das Genehmigungsvolumen für Fabrik- und Werkstattgebäude sei um 32 % eingebrochen, nach plus sechs Prozent im Vorjahr.

Im Wohnungsbau sank die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen um 5,8 % auf 79 000 Einheiten. Lediglich im Einfamilienhausbau sei ein Ende der Talfahrt abzusehen. Die Zahl der genehmigten Eigenheime stieg um 1,6 %. Zur Lösung der Probleme forderte der Verband eine Auflösung des nach seiner Ansicht bestehenden "Reformstaus" bei den Sozialsicherungssystemenm sowie dem Arbeits- und dem Steuerrecht.

Geschäftslage unbefriedigend

Auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erklärte am Freitag anhand seiner monatlichen Umfrage, dass die Geschäftslage für meisten Bauunternehmen gegenwärtig unbefriedigend sei. Die Bautätigkeit gerate vor allem durch Finanzierungsschwierigkeiten ins Stocken. Ein leicht positives Bild verzeichnet der Verband, der die kleinen und mittelständischen Betriebe vertritt, bei den Auftragsbeständen. Im Westen gebe es ein leichtes Plus für den Wohnunsgbau und den Tiefbau in einigen Regionen, im Osten in allen Bereichen eine "geringfügige Verbesserung". Die Reichweite der Bestände sei mit weniger als zwei Monaten aber zu gering.

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