Weitere Expansion geplant
Viva erwartet 2002 schwarze Null

Die am neuen Markt gelistet Viva Media AG will Ende nächsten Jahres die Gewinnschwelle erreichen. Viva wolle 2002 "unter dem Strich eine schwarze Null stehen" haben, sagte der der Finanzvorstand des Kölner Medienunternehmens, Christian Gisy.

dpa/rtr FRANKFURT. Die Zukunft des TV-Musiksenders Viva 2 ist trotz Plänen für ein fusioniertes Programm mit Viva noch offen. Der Vorstandschef der Kölner Viva Media AG, Dieter Gorny, sagte bei der Vorlage der Bilanz am Mittwoch in Frankfurt, neue Programmideen für Viva 2 - eventuell auch mit Partnern - seien möglich. Viva 2 werde keinesfalls abgeschaltet und auch kein "Shopping-Sender".

Das seit Sommer börsennotierte Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2000 entgegen den Erwartungen einen operativen Verlust von 1,6 Mill. Euro. Beim Gesamtumsatz wurde ein Rekordwert von 55 Mill. Euro (108 Mill. DM) - etwas unterhalb der Erwartungen - erreicht. Die nach Osteuropa (Polen und Ungarn) und Italien expandierende Sendergruppe setzt weiter auf Wachstum und plant für Oktober in Deutschland den Start von Viva Radio.

Viva sieht sich - im neunten Jahr seit der Gründung - als "führender deutscher Musik-TV-Sender" nun wieder vor der Konkurrenz MTV. Viva steigerte nach eigenen Angaben (auf der Basis einer Infratest Burke-Befragung) die Zahl der täglichen Zuschauer um ein Viertel auf 5,2 Mill. Im selben Zeitraum (Ende 1999 bis Ende 2000) sei die Zahl der MTV-Zuschauer um 15 Prozent auf 3,6 Millionen gefallen. Viva hatte im Oktober letzten Jahres durch einen Satellitenwechsel seine Reichweite in Deutschland um fast neun Mill. Haushalte erhöht.

Neben Viva Polska und Viva Hungary zählt seit Januar 2001 auch Viva Austria und mit einer 44-prozentigen Beteiligung seit Mai 2000 Viva Swizz zur Viva-Sendergruppe. Hinzu kommt noch das Internet- (www.viva.tv) sowie das Agentur-Geschäft. Hauptanteilseigner sind mit je 19 Prozent AOL Time Warner, Vivendi Universal sowie die EMI - Gruppe. Die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze stieg von 279 (1999) auf 317 Stellen.

Der Gesamtumsatz stieg nicht in dem Maße, wie es Gorny im November 2000 noch vorhergesagt hatte. Damals ging er von einer Umsatzsumme von 57 Mill. Euro aus. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt minus 1,6 Mill. Euro (1999: plus 4,4 Mill. Euro.) Dennoch sei die Bilanz für 2000 besser, als es in allen Analyse- Studien zum Börsengang erwartet worden sei. Das deutsche TV- Kerngeschäft mit dem werbefinanzierten Musikfernsehen von Viva und Viva 2 habe deutlich zugelegt - hier liege das prozentuale Umsatzwachstum bei 13 Prozent. Der Viva Konzern rechnet für dieses Jahr mit einem erneuten Umsatzwachstum auf 65 Mill. Euro. 2002 wolle Viva "unter dem Strich eine schwarze Null stehen" haben, sagte der Finanzvorstand des Kölner Medienunternehmens, Christian Gisy.

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