Weitere gesuchte Iraker in Gewahrsam
16 000 zusätzliche Ordnungshüter für den Irak

Mit 15 000 zusätzlichen Soldaten und weiteren 1000 Militärpolizisten wollen die USA das Sicherheitsproblem im Irak in den Griff bekommen. Das erklärte der von Präsident George W. Bush ernannte neue US-Zivilverwalter für den Irak, Paul Bremer, am Donnerstag vor der Presse in Bagdad.

HB/dpa BAGDAD. Das größte Problem sei derzeit die Wiederherstellung von Recht und Ordnung. Gleichzeitig sagte Bremer einschränkend: "Dies ist kein Land, das sich im Zustand der Anarchie befindet."

Die Schuld für die vor allem in Bagdad herrschende Gefahr auf den Straßen gab er zum Teil Ex-Präsident Saddam Hussein. Dieser habe bei seiner Amnestie im vergangenen Jahr alle Verbrecher freigelassen. Die Koalitionstruppen wollten nun versuchen, diese wieder ins Gefängnis zu bringen. Allein in der Nacht zum Donnerstag seien bei Kontrollgängen in Bagdad 92 Kriminelle festgenommen worden. Es sei eine schwierige Aufgabe, den Irak ohne die Unterdrückungsinstrumente des Saddam-Regimes wieder aufzubauen.

Zur Frage der Zukunft der irakischen Baath-Partei, mit deren Hilfe Saddam Hussein das Land Jahrzehnte lang in seinem eisernen Griff gehalten hatte, sagte Bremer: "Wir werden dieses Land von den Baathisten und dem Baathismus reinigen." Kein Parteimitglied dürfe eine Position in der neuen Übergangsregierung erhalten.

Unterdessen bestätigte das Oberkommando der US-Streitkräfte im Bundesstaat Florida die Festnahme des ehemaligen Stabschefs der irakischen Armee, Ibrahim Ahmed el Sattar Mohammed el Tikriti. Er ist Pik Bube im US-Kartenspiel der meistgesuchten Iraker. Auch Fadil Mahmud Gharib, ein ehemaliger Regionalführer der Baath-Partei befinde sich jetzt in US-Gewahrsam. Gharib ist Herz Drei im Kartenspiel.

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