Weitere Klagen möglich
EU verklagt Reynolds wegen Geldwäsche

Der US-Tabakkonzern soll schmutzigen Geschäften nachgegangen sein. Das behauptet die EU.Kommission. Klagen gegen weitere Tabakkonzerne seien nicht ausgeschlossen.

Reuters BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat den US-Tabakkonzern R.J. Reynolds vor einem New Yorker Bezirksgericht wegen Geldwäsche verklagt.

Die Zivilklage sei im Namen der EU und von zehn Mitgliedsländern erhoben worden, darunter auch Deutschland, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Klagen gegen weitere Tabakkonzerne seien nicht ausgeschlossen, hieß es in Kreisen der Europäischen Union (EU).

Die EU werfe Reynolds in ihrer Klage ebenfalls Zigarettenschmuggel nach Irak vor, hieß es in EU-Kreisen. Damit verstoße der Konzern gegen das auch in den USA geltende Handelsembargo der Vereinten Nationen. Dies mache aber nur einen geringen Anteil des Schmuggels aus, von dem zahlreiche andere Länder in- und außerhalb der EU betroffen seien. Das Unternehmen war zu einer Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Kommission teilte mit, mit der Klage solle ein Ende der Geldwäsche und Entschädigung für Verluste der EU erreicht werden. "Die Kommission ist entschlossen, ihren Kampf gegen Geldwäsche, Zigarettenschmuggel und damit verbundene schwere grenzüberschreitende Verbrechen zu gewinnen", erklärte Haushaltskommissarin Michaele Schreyer in Brüssel.

Mit der Klage reagiert die EU auf eine Niederlage in einem früheren Prozess gegen drei Tabakkonzerne in den USA wegen Zigarettenschmuggels. Die EU hatte bereits damals angekündigt, in einem getrennten Verfahren wegen Geldwäsche zu klagen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%