Weitere Konsequenzen aus dem Futtermittelskandal: Künast sichert weitere Aufklärung zu

Weitere Konsequenzen aus dem Futtermittelskandal
Künast sichert weitere Aufklärung zu

Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat weitere Untersuchungen in ihrem Ressort im Zusammenhang mit dem Import von Fischmehl mit verbotenen Antibiotika angekündigt.

Reuters BERLIN. Die Ministerin sagte kurz vor der Sondersitzung des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz und Landwirtschaft am Freitag in Berlin, den Versäumnissen in ihrem Ministerium werde nachgegangen. Im Zusammenhang mit Warnhinweisen auf das Fischmehl hatte es Verzögerungen in ihrem Ressort gegeben. Deswegen waren bereits zwei Unterabteilungsleiter von ihren Aufgaben entbunden worden. Auf Antrag der Unionsfraktion kam der Agrar-Ausschuss zu einer Sondersitzung zusammen.

Am Montag war bekannt geworden, dass 27,5 Tonnen Krabben aus Asien nicht ordnungsgemäß in den Niederlanden entsorgt worden waren, sondern als Fischabfälle nach Cuxhaven geliefert und zu Fischmehl verarbeitet wurden. Das darin enthaltene Antibiotikum Chloramphenicol kann beim Menschen zu Störungen der Blutbildung führen und ist EU-weit seit 1994 im Futter verboten. Die belasteten Krabben sind nach bisherigen Erkenntnissen in Deutschland zu Fischmehl verarbeitet und an Händler ausgeliefert worden.

Ein Warnschreiben der niederländischen Behörden war am 27. Dezember im Verbraucherschutzministerium eingegangen, aber erst am 8. Januar an die zuständige Stelle gelangt. Diese informierte dann das für Cuxhaven zuständige niedersächsische Agrarministerium auf dem Postweg. Am Donnerstag hatte Künast kritisiert: "Man könnte glauben, dass weder e-mail noch Telefon oder Fax erfunden waren.

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