Weitere Kursverluste der T-Aktie
US-Technologiewerte schicken Börsen auf Talfahrt

Kursverluste der Technologiewerte nach Gewinnwarnungen von Nortel, Dell und Hewlett Packard haben die deutschen Aktienkurse zum Wochenausklang unter Druck gesetzt.

ddp/vwd FRANKFURT. Besonders betroffen zeigte sich der Nemax-50-Index des Neuen Marktes, der bis 17.30 Uhr um rund 6,4 % auf 2.313,38 Zähler einbüßte. Die Standardwerte im Deutschen Aktienindex (Dax) hielten sich zwar besser. Allerdings sorgten deutliche Einbußen bei Siemens und Deutsche Telekom für ein Minus von 1,6 % auf 6.487,51 Zähler im Dax. Auch die US-Computerbörse Nasdaq, deren Leitindex um 4,3 % auf 2.443,06 Zähler nachgab, eröffnete schwach. Der weniger technologielastige Dow-Jones-Industrial notierte mit 10.815,58 Punkten ebenfalls leichter (-0,69 %).

An einem Handelstag ohne nennenswerte "hausgemachte" Nachrichten zeigten sich neben den erwähnten Titeln auch Aktien der Dresdner Bank (-3,8 % auf 47,99 Euro) leichter. Im Vorfeld der am Dienstag bevorstehenden Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2000 trennten sich Investoren von Anteilen, hieß es am Markt. Kein Ende der Kursverluste ist offenbar bei den T-Aktien abzusehen: Bis zum Abend fielen die Papiere um 2,7 % auf 27,69 Euro. Auf der Gewinnerseite waren nur wenige Werte zu finden. Tagessieger waren Linde, die sich um 1,7 % auf 56,45 Euro verteuerten. Angesichts der Kursrisiken bei Wachstumswerten entdeckten seit Jahresbeginn immer mehr Anleger das Papier als Investitionsmöglichkeit, hieß es.

Am Neuen Markt verzeichneten nur drei der 50 Papiere im Nemax-50 Gewinne. Die stärksten Zuwächse verbuchten Evotec mit einem Plus von 1,8 % auf 27,68 Euro, ohne dass Händler Gründe für den Kursanstieg nennen konnten. Auf der Verliererseite standen unter anderem T-Online, die sich um 7,4 % auf 12,59 Euro verbilligten und damit einen großen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder einbüßten. Schwächer zeigten sich auch EM.TV mit einem Minus von 7,5 % auf 7,03 Euro. Der Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Nickolaus Becker habe dabei aber keine Rolle gespielt, sagte ein Händler.

Bessere Stimmung herrschte bei den Nebenwerten. Der MDax hielt sich mit 4.838,29 Zählern leicht im Plus. Gesucht waren Versicherungstitel wie Ergo oder MLP. Deutliche Gewinne verbuchte der Euro: Am Devisenmarkt kostete die Gemeinschaftswährung am Abend 0,9157 $ (+1,15 %). Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte am Mittag einen Kurs von 0,9113 $. Damit kostete die Gemeinschaftswährung 0,0023 $ mehr als am Vortag. Im Vergleich zur D-Mark verbilligte sich die amerikanische Währung von 2,1516 auf 2,1462 Mark.

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