Weitere Mitarbeiter entlassen
Mit Premium-Diensten will sich AOL sanieren

Jonathan Miller, neuer Vorstandschef des Online-Dienstes AOL, hat schwierige Aufgaben vor sich. Er soll den angeschlagenen Internet-Zugangsanbieter wiederbeleben.

siri SAN FRANCISCO. Jonathan Miller, seit drei Monaten Vorstandschef des Online-Dienstes AOL, hat schwierige Aufgaben vor sich. Er soll den angeschlagenen Internet-Zugangsanbieter wiederbeleben, der unter schwachen Werbeeinnahmen und dramatisch gesunkenem Interesse von Neukunden leidet.

Miller stellte seine neue Strategie in der vergangenen Woche dem Aufsichtsrat des Medienkonzerns AOL Time Warner Inc. in Dulles/Virginia vor. Am 3. Dezember soll sie bei einer Analystenkonferenz in New York auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Während AOL offiziell zu den Details des Planes nicht Stellung nehmen wollte, nannten Branchenkenner die neue Strategie "bescheiden, aber realistisch".

Presseberichten zufolge soll AOL künftig neben dem normalen Internet-Zugangsdienst auch verstärkt so genannte teurere Premium-Dienste anbieten. Nutzer, die einen Aufpreis bezahlen, sollen beispielsweise exklusive Vorschauen auf Kinofilme bekommen und sich Musik sowie Interviews mit Film- und Popstars aus dem Internet herunterladen können. Die Inhalte sollen von den Medienunternehmen des Konzerns wie dem Pay-TV-Kanal HBO oder dem "Time Magazine" geliefert werden.

Beim E-Commerce soll der Umsatz durch engere Partnerschaften mit Einzelhändlern angeregt werden. Zudem soll eine Handelsplattform geschaffen werden, auf der kleine und mittlere Unternehmen ihre Waren den Kunden direkt zu günstigen Festpreisen anbieten können - ähnlich wie es der Internet-Händler Amazon.com bietet. Analysten sagen, sie sind gespannt auf weitere Details der neuen Strategie, erwarten aber keine weltbewegenden Neuerungen.

Unterdessen bleibt die Reduzierung der Kosten ein wichtiges Thema bei AOL: In der vergangenene Woche entließ das Unternehmen 90 Mitarbeiter im Anzeigenverkauf.

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