Weitere Negativmeldungen erwartet
Gewinnwarnungen drücken Wall Street ins Minus

Der New Yorker Aktienmarkt ist am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. In der Liste überwogen die mit Abschlag gehandelten Werte die mit Gewinn gehandelten im Verhältnis drei zu zwei. Der Dow Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss mit einem Minus von 0,50 % bei 10 922,09 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,84 % auf 1254,38 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index fiel 2,00 % auf 2170,78 Zähler.

rtr/ap NEW YORK. Einer der Auslöser für die schlechte Stimmung an den Börsen waren Gewinnwarnungen der beiden Halbleiterunternehmen Varian Semiconductor und Dupont Photomasks sowie des Luxuskaufhauses Neiman Marcus. Marktteilnehmer sagten, die Gewinnwarungen hätten Befürchtungen verstärkt, dass mit den für diese Woche erwarteten Unternehmensmitteilungen zu den Geschäften im laufenden Quartal weitere schlechte Nachrichten auf den Markt zukommen könnten.

"Die Frage ist, ob die anderen Unternehmen diese Woche bessere oder schlechtere Zahlen vorlegen. Viele Investoren halten sich wegen dieser Unsicherheit zurück", sagte George Rodriguez, Senior Vice President des Brokerhauses Guzman & Co.

Varian Semiconductor hatte am Montag mitgeteilt, die Umsätze des Unternehmens im dritten Quartal dürften auf Grund der anhaltenden Schwäche des Chipmarktes gegenüber dem Vorjahresquartal stärker als erwartet um 30 bis 35 % fallen. Das Unternehmen habe außerdem seit Jahresbeginn 20 % seiner Arbeitsplätze abgebaut. Die Aktie gab um 7,58 % auf 39,25 Dollar nach.

Ebenfalls am Montag hatte Dupont Photomasks bekannt gegeben, für das vierte Quartal Erträge in der Spanne zwischen einem ausgeglichenen Ergebnis und einem Gewinn von 19 Cents je Aktie zu erwarten, verglichen mit 49 Cents im Vorjahresquartal. Analysten hatten eine Spanne von 45 bis 57 Cents prognostiziert. Die Aktien des Unternehmens fielen um 11,60 % auf 45,97 Dollar.

Die Titel des führenden Chipherstellers Intel Corp büßten 1,11 % auf 30,33 Dollar ein. Die Aktien des Netzwerkspezialisten Juniper Networks verbilligten sich mit einem Minus von 7,08 % auf 35,33 Dollar nach den Verlusten vom Freitag ein weiteres Mal deutlich, nachdem unter anderem die Credit Suisse First Boston ihre Gewinnprognosen für das Unternehmen gesenkt hatte. Der Philadelphia-Index der US-Halbleitertitel rutschte 3,36 % ins Minus.

Deutliche Kurseinbußen mussten Peregrine hinnehmen, nachdem der Softwarehersteller mitgeteilt hatte, den Konkurrenten Remedy Corp für 1,08 Mrd. Dollar übernehmen zu wollen. Die Peregrine-Titel fielen 11,45 % auf 25,51 Dollar.

Auch im Edelkaufhaus laufen die Geschäfte nicht gut

Eine weitere Gewinnwarnung war am Montag von der Neiman Marcus Group ausgegeben worden. Das US-Edelkaufhaus kündigte einen Verlust für das laufende Quartal sowie ein unter den Analystenerwartungen liegendes Ergebnis im Gesamtjahr an. Die Titel büßten 1,63 % auf 33,74 Dollar ein.

Ford und American Express legen zu

Die Titel der Ford Motor Co. stiegen nach Händlerangaben dagegen in Reaktion auf eine Höherstufung auf "Buy" von zuvor "Neutral" durch Salomon Smith Barney 3,46 % auf 24,83 Dollar. Die Aktien seien nach den negativen Nachrichten im Zusammenhang mit den Problemen bei Firestone-Reifen mittlerweile auf einem attraktiven Kaufniveau, hatte die Investmentbank zur Begründung der Höherstufung mitgeteilt.

Positive Nachrichten konnten den Kurs von General Motors nur leicht beflügeln. Die Papiere stiegen um 0,07 % auf 59,14 $. Der weltgrößte Autohersteller hat laut einem Bericht des "Wall Street Journals" den Produktivitätsrückstand zum Rivalen Ford aufgeholt. Die Zeitung beruft sich auf eine neue Studie.

Gegen den Trend legten auch die Titel von American Express um 1,02 % auf 41,41 Dollar zu. Händler führten dies unter anderem auf Medienberichte zurück, wonach das Unternehmen mit der US-Investmentbank Morgan Stanley seit etwa einem Jahr Gespräche über eine mögliche Fusion führt. Bei Umsätzen von rund 0,86 Mrd. Aktien schlossen an der New York Stock Exchange 1244 Titel höher, 1801 niederiger und 219 unverändert. An der Nasdaq wechselten rund 1,4 Mrd. Aktien den Besitzer. Es gab dabei 1463 Kursgewinner, 2321 Kursverlierer und 378 unveränderte Werte.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 20/32 höher mit einer Rendite von rund 5,69 %.

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