Weitere Panne in ukrainischem Reaktor
Riss in Tschernobyl-Kühlung entdeckt

dpa KIEW. Im letzten noch aktiven Atomreaktor von Tschernobyl haben Techniker einen deutlich erkennbaren Riss in einer Leitung des Kühlkreislaufes entdeckt. Das Leck habe eine Länge von 70 Millimetern, teilte die ukrainische Atom-Aufsichtsbehörde nach Angaben der Agentur Itar-Tass am Freitag in Kiew mit. Der Reaktor, der am 15. Dezember endgültig stillgelegt werden soll, war am Mittwoch nach Dampf-Austritt vom Netz genommen worden.

In einem anderen ukrainischen Atommeiler im Gebiet Nikolajew ereignete sich eine weitere Panne. Nach nur sieben Stunden Betriebszeit fiel im Kernkraftwerk Südukraine ein Reaktor wegen technischer Probleme aus. Der zweite Block des Werks war nach einer planmäßigen Reparatur am Donnerstag kurzzeitig wieder hochgefahren worden, bevor abends ein Leck in der Turbine die Abschaltung erzwang.

Nach jahrelangem Streit mit dem Ausland will die Ukraine ihre Atomanlage in Tschernobyl zum 15. Dezember komplett abschalten. Dafür erhält das Land westliche Kredite von mehr als einer Milliarde Dollar für die Fertigstellung von zwei unvollendeten Atomreaktoren sowjetischer Bauart in der Westukraine.

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