Weitere Proteste angekündigt
IG Metall kritisiert Rentenpläne der Regierung

dpa BERLIN. Die IG Metall hat weitere Proteste gegen die Rentenreform der Bundesregierung angekündigt. Der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters forderte am Mittwoch im ARD - Morgenmagazin die SPD-Bundestagsabgeordneten auf, die Rentenpläne im Parlament abzulehnen. Peters kritisierte eine "soziale Schieflage" der Reform. Finanzierung und Leistungen der gesetzlichen Altersvorsorge müssten in einem angemessenen Verhältnis zueinander bleiben. Die Gewerkschaft werde nach den Aktionstagen im Oktober darüber reden, "ob weiterer Druck nötig ist".

"Die einseitige Festlegung, dass der Beitrag nicht steigen darf", sei nicht zu akzeptieren, sagte Peters. Die Gewerkschaft wolle am Prinzip der paritätischen Rentenfinanzierung festhalten. Eine Finanzierung der privaten Zusatzvorsorge allein durch die Arbeitnehmer sei der "Einstieg in den Ausstieg" aus der paritätischen Finanzierung. Man habe große Sorge, dass dann auch die solidarische Finanzierung in anderen Bereichen - etwa im Gesundheitswesen - zur Disposition stehe.

Am Montagabend hatten sich in Berlin Vertreter der IG Metall mit der SPD-Fraktionsspitze sowie Bundeskanzler Gerhard Schröder und Arbeitsminister Walter Riester (beide SPD) getroffen. Dabei wurde keine Einigung über die Rentenreform erzielt.

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