Weitere Proteste geplant
Tausende Metaller im Warnstreik

Mit massiven Protesten haben Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen.

dpa MÜNCHEN/ OFFENBURG. Im Süden Deutschlands gingen am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben rund 10 000 Arbeitnehmer auf die Straße. Der Schwerpunkt der Aktionen lag in Bayern, wo bis zum Mittag 6 000 Metaller in den Warnstreik traten. In Offenburg (Baden-Württemberg) beteiligten sich etwa 4 000 Beschäftigte an einer Kundgebung.

In Bayern gab es in mehreren Städten Arbeitsniederlegungen. Allein in Donauwörth versammelten sich rund 1 000 Beschäftigte hinter den Werkstoren des Hubschrauber-Herstellers Eurocopter zu einer einstündigen Kundgebung. Die Warnstreiks sollten am Abend in Aschaffenburg fortgesetzt und am Donnerstag ausgeweitet werden, sagte der Sprecher der IG Metall Bayern, Siegfried Hörmann. Am 16. April sollen die Verhandlungen in Bayern fortgesetzt werden.

Die IG Metall fordert bundesweit 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeber haben bislang ein Plus von zwei Prozent angeboten. Daneben geht es in den Verhandlungen um eine Angleichung der Entgelte von Arbeitern und Angestellten.

Der IG Metall-Bezirksleiter von Baden-Württemberg, Berthold Huber, kündigte "eine ganze Welle von Warnstreiks" in den kommenden beiden Wochen an. "Wir tun dies nicht, weil wir Rabatz wollen, sondern wir tun dies, um unseren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen und um die Arbeitgeber zu einem akzeptablen Angebot zu bewegen", betonte Huber. Wenn in den nächsten Verhandlungsrunden kein besseres Angebot vorgelegt werde, seien "Zoff und Ärger" vorprogrammiert. Die Tarifparteien im Bezirk Baden-Württemberg treffen sich an diesem Montag (8. April) zur fünften Runde.

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