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Weitere Sammelklagen gegen Pfizer wegen Celebrex eingereicht - Mrd-Streitwert

Auf den weltgrößten Pharmakonzern Pfizer kommen weitere Sammelklagen wegen seines in die Kritik geratenen Arthrose-Mittels Celebrex zu. Die kanadische Anwaltskanzlei Mcphadden Samac Merner Darling habe eine 1,5 Mrd.

dpa-afx MONTREAL. Auf den weltgrößten Pharmakonzern Pfizer kommen weitere Sammelklagen wegen seines in die Kritik geratenen Arthrose-Mittels Celebrex zu. Die kanadische Anwaltskanzlei Mcphadden Samac Merner Darling habe eine 1,5 Mrd. kanadische Dollar (1,22 Mrd Dollar; 899,75 Mill. Euro) schwere Klage eingereicht, sagte einer der Anwälte. Eine Frau habe Herzprobleme gehabt, nachdem sie Celebrex genommen habe.

In New York reichte die Kanzlei Lerach Coughlin Stoia Geller Rudman & Robbins LLP eine Sammelklage im Auftrag von Pfizer-Aktionären ein. Sie werfen dem US-Konzern Verstöße gegen ein Wertpapiergesetz aus dem Jahr 1934 ("Securities Exchange Act") vor. Pfizer habe irreführende und falsche Angaben zur Sicherheit und Markttauglichkeit seiner Schmerzstiller Celebrex und Bextra gemacht.

US-Behörden hatten zuvor eine begrenzte Anwendung dieser beiden Pfizer-Mittel gefordert. Ärzte sollten die erhöhten Risiken beispielsweise eines Herzinfarkts im Hinterkopf behalten. Celebrex gehört zu einer speziellen Gruppe entzündungshemmender Schmerzmittel, so genannten Cox-2 Hemmern. Die US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hatte am Vortag in einer Mitteilung empfohlen, den Einsatz dieser Hemmer einzuschränken.

Celebrex und Bextra des US-Konzern Pfizer sind die einzigen Cox-2-Hemmer, die noch auf dem Markt sind. Das Merck & Co.-Medikament Vioxx hatte der US-Konkurrent im September wegen erhöhtem Herzinfarkt-Risiko zurückgezogen.

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