Weitere Stellen werden eingespart
Julius Bär rechnet mit Gewinnrückgang

Die Zürcher Privatbank Julius Bär rechnet für das Jahr 2002 in der Gruppe mit einem Gewinnrückgang auf etwas unter 200 Millionen Franken von 225 Millionen im Vorjahr. Es werden weitere Stellen eingespart, teilte Julius Bär am Donnerstag mit. Die Gruppe will unabhängig bleiben und grosse Übernahmen sind nicht geplant.

Reuters ZÜRICH. Die betreuten Kundenvermögen betrugen per Ende September 107 Milliarden Franken und reduzierten sich damit aufgrund der Marktentwicklung von den 117 Milliarden Franken per Jahresmitte um rund neun Prozent. Diesem Rückgang steht ein Anstieg der Kundenvermögen in den Monaten Oktober und November gegenüber, so Julius Bär.

Bis Mitte 2003 will die Gruppe von den 2324 Stellen per Jahresmitte rund 150 einsparen. Rund die Hälfte davon sei bereits abgebaut worden, hiess es weiter. Die immer noch knapp zweistellige Fluktuationsrate sei genutzt worden. Das Programm zur Senkung der Kosten um zehn Prozent bis Ende 2003 laufe planmässig. Bereits per Jahresmitte hatte Julius Bär die Belegschaft um sechs Prozent reduziert.

Julius Bär hege auch künftig keine Pläne für grosse Übernahmen, wurde Konzernleiter Walter Knabenhans zitiert. Die Gruppe wolle in den wichtigsten Märkten primär organisch wachsen und ein führender, unabhängiger Vermögensverwalter mit starken Schweizer Wurzeln bleiben. Kleinere Akquisitionen würden aber sorgfältig geprüft. In den Märkten Deutschland und Italien seien gezielte Investitionen und ein entsprechendes Wachstum geplant. In Frankreich, Spanien und Grossbritannien würden entsprechende Wachstumsoptionen geprüft.

Laut Julius Bär soll die Gewinnverwendungspolitik in Zukunft, wenn notwendig, prozentual mehr für Dividende und/oder Aktienrückkäufe vorsehen. Das Engagement der Familie Bär sei sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in Bezug auf die Leitung der Gruppe unverändert stark, hiess es.

Julius Bär legt keine Quartalsberichte vor. Im ersten Halbjahr 2002 verzeichnete die Gruppe einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 14 Prozent auf 118 Millionen Franken. Dabei ermässigte sich der Betriebsertrag um 18,6 Prozent auf 615 Millionen Franken und der Geschäftsaufwand sank um 14 Prozent auf 433 Millionen Franken.

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