Weitere Tests trotzdem geplant: Neuer verdächtiger Brief wahrscheinlich ein "Scherz"

Weitere Tests trotzdem geplant
Neuer verdächtiger Brief wahrscheinlich ein "Scherz"

Im Büro des US-Senatsführers Tom Daschle ist ein neuer Drohbrief mit einer pulverigen Substanz gefunden worden. Ein Sprecher des Bundeskriminalamtes FBI sagte am Donnerstag in Washington, es handele sich wahrscheinlich um einen üblen Scherz.

dpa WASHINGTON. Das Schreiben sei in London aufgegeben worden. Das Pulver enthalte ersten Tests zufolge keine aktiven Anthraxsporen.

Die Polizei schloss jedoch nicht völlig aus, dass es sich um Sporen handeln könnte, die durch die routinemäßige Bestrahlung der Post abgetötet worden sind. Weitere Test seien deshalb geplant.

Daschle hatte vor über zwei Monaten einen anthrax-verseuchten Drohbrief erhalten. Seitdem ist das gesamte Hart-Gebäude, in dem er sein Hauptbüro hat, geschlossen und wird desinfiziert. Der neue Brief wurde in Daschles Büro im eigentlichen Kapitol gefunden. Die Polizei hatte sofort Teilbereiche des Kapitols und auch die U-Bahnausgänge gesperrt.

Kurz nachdem der Anthraxbrief an Daschle im Oktober geöffnet worden war, hatten die Behörden zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. So wird die gesamte Post an den Kongress bestrahlt, um alle Keime abzutöten. Seit Bekanntwerden des ersten Milzbrandfalls vor drei Monaten sind fünf Menschen gestorben. Mindestens 13 weitere haben sich nach offiziellen Angaben infiziert.

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