Weitere Treffen geplant
Kirch: Krisengespräch ohne konkretes Ergebnis

Das Treffen von Vertretern der hochverschuldeten Kirch-Gruppe mit Kreditexperten von Gläubigerbanken über ein Sanierungskonzept für den Medienkonzern hat noch kein konkretes Ergebnis gebracht.

Reuters MÜNCHEN. "Die Banken haben aber ihre Bereitschaft signalisiert, die Kirch-Vorstellungen schnell zu prüfen und Entscheidungen zu treffen", erklärte Kirch-Sprecher Hartmut Schultz. Die Gespräche würden konstruktiv weitergeführt. In Branchenkreisen hieß es, mit einer Entscheidung über ein Sanierungskonzept werde in den nächsten zwei bis drei Wochen gerechnet. Ein weiteres Treffen der Gläubigerbanken mit Kirch sei für den nächsten Sonntag geplant.

Auf dem Krisen-Treffen am Montagabend hatten der Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn, der Chef des defizitären Pay-TV-Senders Premiere, Georg Kofler, und der Düsseldorfer Sanierungsberater Wolfgang von Betteray Branchenkreisen zufolge den Gläubigerbanken mögliche Wege für eine Rettung des mit 6,5 Mrd. Euro verschuldeten Medienkonzerns vorgestellt. Große Überraschungen habe es dabei nicht gegeben. Kirch will und muss Beteiligungen verkaufen, um die Liquidität zu sichern. Zur Disposition stehen dabei der 40-prozentige Anteil am Axel Springer Verlag, der 25-prozentige Anteil am spanischen TV-Sender Telecinco und mehrere lokale Fernsehsender.

Nach der Einschätzung von Branchenexperten wird Kirch aber auch nicht um den Verkauf seiner Beteiligung an der Formel 1 herumkommen. Ziel der Bemühungen ist es, mindestens das in der KirchMedia AG und ihrer Tochter ProSiebenSat.1 Media gebündelte Kerngeschäft - die Filmproduktion, der Handel mit Film- und Sportrechten und die Verwertung in den eigenen Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel 1, N24 und DSF - zu erhalten. Die Zukunft des Bezahlsenders Premiere, für die Kirch Partner sucht, ist noch ungewiss.

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