Weitere Verdachtsfälle in Nordirland und England
Maul- und Klauenseuche weitet sich auf Schottland aus

afp LONDON. Die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien hat nun auch Schottland erfasst. Auf mindestens zwei Höfen in der britischen Provinz habe sich der Verdacht auf MKS bestätigt, teilten die schottischen Behörden am Donnerstag mit. Demnach trat ein Fall in einer Schafherde in Lockerbie und ein anderer in einer Rinderzucht in Canonbie auf. Für einen dritten unter Seuchenverdacht stehenden Hof in Pomont standen die Untersuchungsergebnisse noch aus.

Auch in Nordirland stand ein erster Betrieb unter Seuchenverdacht. In England wurde ein neuer Fall gemeldet, drei weitere Betriebe standen unter Verdacht. Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Seuche sollen in Frankreich, Irland und Portugal Einreisende aus Großbritannien sowie von dort eintreffende Lastwagen desinfiziert werden.

Verdacht in Nordirland dürfte sich heute bestätigen

Der britische Chefveterinär Jim Scudamore ging davon aus, dass der Verdacht auf die hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche in Nordirland noch am Donnerstag bestätigt werden würde. Bereits am Mittwoch hatte die nordirische Landwirtschaftsministerin Brid Rodgers Befürchtungen geäußert, dass die Tierkrankheit auch die irische Insel erreicht habe.

Wie Scudamore weiter mitteilte, bestätigte sich ein Verdachtsfall in Longtown in der nordwestenglischen Grafschaft Cumbria. Die Untersuchungsergebnisse von drei weiteren Höfen wurden noch für den Donnerstag erwartet. Nach der jüngsten Bilanz der Behörden wurden bislang 29 von der Seuche betroffene Betriebe in Großbritannien registriert. Dagegen sprach die EU-Kommission in Brüssel unter Berufung auf britische Beamte von insgesamt 32 offiziellen MKS-Fällen in Großbritannien. Der britische Landwirtschaftsminister Nick Brown bestätigte unterdessen, er wolle am Freitag ein Transportsystem für gesundes Vieh einrichten. Unter besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen könnten die Tiere dann zu den jeweiligen Schlachthöfen gebracht werden.

Vorsichtsmaßnahmen in Europa

Nach Angaben des Veterinäramts im nordfranzösischen Departement Pas-de-Calais sollten Laster aus Großbritannien über eine Schicht aus Desinfektionsmittel, Stroh und Wasser gefahren oder mit Hochdruckreinigern abgespritzt werden. In portugiesischen Häfen, Flughäfen und sonstigen Grenzübergängen wurden provisorische Fußbäder eingerichtet, in denen sich Reisende aus Großbritannien desinfizieren sollten. Die spanische Regierung in Madrid verbot die Veranstaltung von Viehmärkten sowie den Transport von Schafen und Ziegen. Auch in den Niederlanden wurden sämtliche Fleischmärkte geschlossen.

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