Weitere Welle schlechter Gewinnprognosen
US-Aktien verschärfen die Talfahrt

Die Aktienkurse an Wall Street setzen am Freitag bis zum Mittag (Ortszeit) ihre unmittelbar nach Eröffnung begonnene Talfahrt fort. Bis 19.25 Uhr gibt der Dow-Jones-Index (DJIA) für 30 Industriewerte (DJIA) um 3,5 Prozent bzw 295 Zähler auf 8.114 nach. Der S&P-500-Index büßt 2,7 Prozent bzw 24 Punkte auf 858 ein. Der Nasdaq-Composite-Index reduziert sich um 2,1 Prozent bzw 29 auf 1 328 Stellen. Marktteilnehmer verweisen zur Begründung der teilweise panikartigen Verkäufe auf die verhaltenen Ausblicke von Microsoft, Sun Microsystems sowie Ericsson.

vwd NEW YORK. Deren Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf hätten die Hoffnung auf eine kräftige konjunkturelle Erholung in den zweiten sechs Monaten des laufenden Jahres unterminiert. Darüber hinaus weisen Teilnehmer darauf hin, dass sich der Markt nunmehr auch in einer technisch bedenklichen Situation befinde. Der DJIA kämpfe aktuell mit dem seit 1987 gültigen Aufwärtstrend, der bei 8 200 Punkten verlaufe. Bei einem nachhaltigen Bruch dieser Marke stehe womöglich ein Test des September-Verlaufstiefs bei 8 062 Stellen an. Für den Fall, dass die dynamische Abwärtsbewegung auch hier kein Ende finden sollte, stellen sie sogar einen Rückfall bis auf 7 500 Punkte in Aussicht.

Unter den Einzelwerten verlieren Johnson & Johnson besonders kräftig. Hier belastet die Bestätigung von Spekulationen, dass die US-Regierung wegen einer Fertigungsstätte in Puerto Rico gegen das Unternehmen ermittelt, die in Zusammenhang mit mehreren schweren Erkrankungen in Europa und Kanada stehen soll. Johnson & Johnson verbilligen sich um 14 Prozent auf das 52-Wochentief von 42,60 US-Dollar. Sun Microsystems geben 27 Prozent auf 4,25 US-Dollar ab, nachdem der CFO des Serverherstellers angesichts weiterhin schwach erwarteter Unternehmensinvestitionen in Informationstechnologie einen vorsichtigen Ausblick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs gegeben hatte.

Auch die Zurücknahme der Gewinnschätzung von Microsoft für das Geschäftsjahr 2002/2003 auf 1,85 US-Dollar bis 1,91 US-Dollar von zuvor 1,89 US-Dollar bis 1,92 USD wirkt sich negativ aus. Die Titel verlieren 2,1 Prozent auf 50,05 US-Dollar. Daimler-Chrysler geben wegen angeblicher Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen das Unternehmen wegen Preisabsprachen im Raum New York nach. Zwar verwies Daimler-Chrysler darauf, dass diese Anschuldigungen bereits mehrere Jahre alt seien, die Aktien verlieren aber trotzdem fünf Prozent auf 45,16 US-Dollar.

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