Weitere wichtige internationale Brokerhäuser sollen kommen
Wiener Börse will Umsätze in zwei Jahren verdoppeln

Die derzeitige Liquidität wird lediglich als zufriedenstellen bezeichnet.

vwd/apa WIEN. Die Wiener Aktienbörse will innerhalb von zwei Jahren den täglichen Umsatz auf 200 bis 300 Mill. Euro verdoppeln. "Leider ist das Marktsentiment gegen uns, aber das soll keine Ausrede sein, wir müssen die Werte des Wiener Marktes besser nach außen bringen", sagte Stefan Zapotocky, Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse AG am Dienstag in Wien. Die relative Liquidität an der Wiener Börse sei zwar auf Grund der Aktivitäten der Market-Maker zufriedenstellend, die Umsätzen, die seit Februar in allen Bereichen deutlich stagnierten und weit unter den damaligen rund 100 Mill. Euro gefallen sind, jedoch nicht.

Die Ursache für den schlechten Ruf der Wiener Börse sieht Zapotocky unter anderem darin, dass im Ausland noch immer von der "alten" Wiener Börse vor der erfolgten vollständigen Privatisierung ausgegangen werde. "Die neue Wiener Börse ist nicht mehr die Aufsichtsbehörde, sondern ausschließlich eine neutrale Handelsplattform und ein neutraler Begutachter für Emissionen", betonte Zapotocky, der nach Roadshows quer durch Österreich in Kürze auch eine Roadshow in London durchführen will. Zur Belebung des Wiener Marktes sollen bis Ende 2000 zusätzlich 30 bis 40 wichtige internationale Brokerhäuser nach Wien gebracht werden.

Darunter sollen auch Merrill Lynch & Co Inc, New York, sein, die über das Xetra-Handelssystem angebunden werden sollen. "Sehr, sehr unzufrieden" zeigte sich das Vorstandsmitglied auch mit der Emissionsfunktion der Wiener Börse. "Wir haben es uns zum absolut wichtigen Ziel gemacht, die Emissionstätigkeit zu erhöhen", sagte Zapotocky. Bis zum Jahresende seien an der Wiener Börse noch neun bis zehn Neuemissionen zu erwarten, in den nächsten drei Wochen geht Zapotocky von mindestens zwei neuen Listings aus.



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