Weitere Zukäufe könnten zu Abwertungen führen
Moody's bestätigt RWE-Ratings mit "Aa3" und "Prime-1"

vwd LONDON. Moody's Investors Service Inc hat ihr Rating für langfristige Verbindlichkeiten der RWE AG, Essen, mit "Aa3" sowie ihr Rating für deren kurzfristige Verbindlichkeiten mit "Prime-1" bestätigt. Wie die Ratingagentur am Montag weiter mitteilte, wurden auch die folgenden Ratings langfristiger, vorrangiger und unbesichterer Kredite mit dem Ziel einer möglichen Heraufstufung auf die Überprüfungsliste gesetzt: Die mit "A1" bewerteten, von Thames Water Utilities Ltd. verbürgten Verbindlichkeiten, die "A2"-Ratings der Thames Water plc sowie die "A2"-Ratings der Elizabethtown Water Co.

Das Kurzfristrating "Prime-1" für Thames Water plc wurde den Angaben zufolge bestätigt. Moody's habe damit auf die Ankündigung der RWE reagiert, 100 % des Aktienkapitals der Thames Water plc, London, in einer Transaktion im Gesamtvolumen von 6,1 Mrd Pfund zu übernehmen. "Die Bestätigung der RWE-Ratings reflektiere die Tatsache, dass eine derartige Übernahme, die nach Ansicht von Moody's sehr genau in die RWE-Strategie passt, sein Kerngeschäft im europäischen Versorgungsgeschäft zu diversifizieren und auszubauen, bereits im "Aa3"-Rating enthalten ist", hieß es zur Begründung seitens der Agentur.

Der Kauf von Thames Water als größtem britischen Wasserversorger dürfte es der RWE erlauben, seinen bisherigen zehn Millionen Wasserkunden weitere 3,3 Millionen in Großbritannien hinzuzufügen, schätzt Moody's. Ferner sei zu erwarten, dass Thames zum starken Cash Flow der RWE beitragen werde, der seinerseits eine Ausweitung erfahren dürfte, wenn sich die RWE von weiteren Bereichen außerhalb des Kerngeschäfts trennen werde. Moody's warnte im Zusammenhang mit weiteren RWE-Zukäufen auf dem europäischen Versorgungssektor jedoch, "die Ausweitung von kreditfinanzierten Akquisitionen könnte zu einem Abwertungsdruck beim Rating führen".

Nach Angaben von Moody's wird sich die Überprüfung der Ratings von Thames und ihrer Tochterunternehmen auf die möglichen positiven Folgen konzentrieren, die ihnen in Form von finanzieller Flexibilität und Unterstützung durch ihre neue Muttergesellschaft erwachsen könnten.



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