Weiterer Kursverlauf hängt von US-Indizes ab
Dax erholt sich von Sturz auf 5 400 Punkte

Die deutschen Aktien konnten sich am Mittwoch nicht für eine Richtung entschliessen. Nach einem Sturz unter 5 400 Punkte am Vormittag erholte sich der Dax auf zuletzt 5 527 Zähler. Infineon-Aktien hielten sich mit plus 3,37 % an der Spitze des Dax.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Aktien haben sich am Mittwoch nicht für eine Richtung entscheiden können. In den USA hatte eine Flut von Gewinnwarnungen am Vortag die Kurse belastet und damit auch für die deutschen Standardwerte die Zeichen auf Sturm gestellt. Nachdem der Deutsche Aktienindex Dax kurz vor 10.00 Uhr unter 5 400 Punkte gestürzt war, kletterte er am Mittag kurzzeitig ins Plus und verzeichnete zuletzt beim Stand von 5 527,10 Zählern ein Minus von 0,47 %.Der Nemax-50 mit den 50 wichtigsten Werten am Neuen Markt hatte beim Stand von 1 254,50 Zählern ein neues Rekordtief markiert. Aktuell verzeichnete er beim Stand von 1 286,48 Zählern ein Minus von 1,77 %. Der 70 mittelgroße Werte umfassende M-Dax lag mit 1,12 % bei 2 213,51 Punkten im Minus.

Ein Hamburger Händler äußerte sich zurückhaltend zu der weiteren Entwicklung an den deutschen Börsen: "Die Marktteilnehmer sind durch die hohen Schwankungen am Markt sehr verunsichert". Der Kursverlauf in Deutschland hinge in erster Linie von der Bewegung der US-Indizes ab.

Infineon an der Spitze des Dax

Infineon-Aktien hielten sich mit plus 3,37 % auf 39,54 Euro an der Spitze des Dax. "Die Infineon-Aktie hatte in den vergangenen Tagen kräftig Federn gelassen", sagte ein Hamburger Händler. Nun erhole sich der Titel von den Verlusten. In den USA hatten die Analysten von CIBC Oppenheimer am Vortag ihre Einstufung für den Chip-Ausrüster-Sektor auf "Übergewichten" bestätigt. Aktuelles Schlusslicht des Börsenbarometers bildeten die Papiere des Energieversorgers E.ON. Sie verbilligten sich um 2,71 % auf 53,80

Telekom legte zu

Die Aktie der Deutschen Telekom legte nach zwischenzeitlichen Verlusten um 1,63 % auf 25,50 Euro zu. "Der Voice-Stream-Deal könnte noch durch die US-Regulierungsbehörde platzen", sagte ein Händler. Dieses Marktgerücht gäbe der T-Aktie Auftrieb, da viele Marktteilnehmer die Übernahme des US-Mobilfunkbetreibers Voice-Stream als viel zu teuer empfinden würden.

Die Aktien der Deutschen Post AG fielen hingegen auf den letzten Platz im Dax zurück. Die Aktie verlor 6,16 % auf 17,82 Euro. "Die Verlängerung des Briefmonopols sehen wir zwar eher positiv", erklärte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Er bemängelte jedoch die fehlende Gewinndynamik des "gelben Riesen".

Die Aktien von SAP konnten sich im Laufe des Vormittags von der Schlussposition zum drittstärksten Wert im Dax verbessern. Die Papiere des Softwareherstellers verbuchten beim Wert von 111,70 Euro ein Plus von 3,19 %. Ein Händler hatte die Verluste zunächst mit der Flut reduzierter Gewinnerwartungen bei US-amerikanischen Technologieunternehmen begründet. Von der im Tagesverlauf anstehenden Pressekonferenz in den USA erhofft man sich Aufschluss über den Kauf von Top-Tier durch SAP. Auch vorgezogene Informationen zu den für Mitte April geplanten Bilanzzahlen würden nicht überraschend kommen.

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