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Dresdner Bank erwartet ein schwieriges Jahr

Die Dresdner Bank erwartet nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Bernd Fahrholz ein schwieriges Geschäftsjahr 2002.

rtr/vwd FRANKFURT. "Insgesamt gehe ich davon aus, dass wir das Jahr 2002 - auch wenn es kein leichtes werden wird - erfolgreich meistern werden", sagte Fahrholz am Donnerstag bei der Präsentation der Bilanz in Frankfurt. Die Bank wolle 2002 den Integrationsprozess mit der Allianz weiter voran treiben und die Kosten weiter senken. "Wir brauchen eine Kostenstruktur, die wetterfest ist, auch dann, wenn sich der Konjunkturhimmel eintrübt", sagte Fahrholz.

Die angestrebten Ertragsynergien in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro durch das Zusammengehen mit der Allianz sollen Fahrholz zufolge 2006 erreicht werden. "Ich halte diese Zahlen für realistisch", sagte Fahrholz.

Im Geschäftsbereich Firmenkunden und Investment Banking (Corporates & Markets) verbuchte die Dresdner Bank den Angaben zufolge 2001 einen Vorsteuerverlust von 505 Mill. Euro nach einem Vorsteuergewinn von 1,22 Mrd. Euro im Vorjahr. Grund für den Einbruch in diesem Kerngeschäftsbereich sei im Wesentlichen der starke Anstieg der Risikovorsorge, vor allem im US-Kreditgeschäft sowie die Erstkonsolidierung der Investmentbank Wasserstein Perella.

Im Unternehmensbereich Private Kunden ging der Gewinn vor Steuern auf 92 (Vorjahr 493) Mill. Euro zurück. Das Ergebnis sei von den schwachen Wertpapiermärkten und den zu hohen Kosten geprägt gewesen. Ab 2003 will die Bank im Konzern eine jährliche Kostensenkung von 1,3 Mrd. Euro erreichen. Im Konzern erzielte die Dresdner Bank nach endgültigen Zahlen ein Vorsteuerergebnis von 153 Mill. (1,61 Mrd.) Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 90,5 Prozent.

"2001 war geschäftlich ein schlechtes Jahr für die Dresdner Bank - wie für die gesamte Branche", sagte Fahrholz. Dennoch sei er davon überzeugt, dass 2002 besser werde als das abgelaufende Geschäftsjahr.



Der Aktienkurs der Dresdner-Bank-Konzernmutter Allianz notierte mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 277,86 Euro kaum verändert. Der Dax wies zu gleichen Zeit ein Minus von 0,4 Prozent aus.

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