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Weiterer Stolperstein auf dem Weg zu Verdi ausgeräumt

Auf dem Weg zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist ein weiterer Stolperstein beseitigt worden. Der Abgrenzung-Streit zwischen den Verdi-Gewerkschaften und einigen Industriegewerkschaften endete am Dienstagabend in Berlin bei einem Spitzentreffen mit dem DGB-Vorstand in einem Kompromiss.

dpa BERLIN. Dabei wurden die Zuständigkeitsgrenzen zwischen Verdi sowie den Industriegewerkschaften abgesteckt, hieß es nach dem Treffen. Außerdem verständigten sie sich auf eine Übergangslösung hinsichtlich des Streits um die Interessenvertretung von in der Industrie beschäftigten Mitgliedern der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG).

Um den Zusammenschluss von DAG, der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), der IG Medien sowie der Postgewerkschaft wird seit Monaten gerungen. Die DAG hat noch etwa 45 000 Mitglieder in den Bereichen Metall, Chemie und Bau, deren Vertretung umstritten war.

Nach dem Kompromiss sollen auch diese DAG-Mitglieder Verdi angehören und an Verdi Beiträge zahlen. Ihre tarifpolitische Interessenvertretung sollen aber die jeweils für die Branche zuständigen Industriegewerkschaften übernehmen. Dazu wird die DAG mit ihnen "Geschäftsbesorgungsverträge" abschließen. DGB-Chef Dieter Schulte sah damit den Weg "geebnet". Allerdings müssen die Gewerkschaftskongresse noch über das Gesprächsergebnis abstimmen. "Verdi wird keine Konkurrenzorganisation zu den Industriegewerkschaften", sagte DAG-Chef Roland Issen nach den Gesprächen.

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