Weiterer Umsatzrückgang angekündigt: Heidelberger Druck kappt weitere Jobs

Weiterer Umsatzrückgang angekündigt
Heidelberger Druck kappt weitere Jobs

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen AG hat 2002/03 erstmals in seiner 150-jährigen Firmengeschichte ein Geschäftsjahr mit einem Konzernverlust abgeschlossen.

Reuters FRANKFURT. Vorstandschef Bernhard Schreier kündigte angesichts der anhaltenden Krise in der Medien- und Werbebranche weitere Sparmaßnahmen und den Abbau zusätzlicher 1000 Arbeitsplätze im Konzern an.

Die Gruppe habe im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 31. März) einen Verlust nach Steuern von 138 Mill. ? verzeichnet nach einem Gewinn von 201 Mill. ? im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit. Der Umsatz ging auf nur noch 4,1 (Vorjahr: 5) Mrd. ? zurück.

"Wir befinden uns nach wie vor in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Die Investitionsbereitschaft in der Print-Medien-Industrie weltweit bewegt sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau", erläuterte Konzernchef Schreier. Die für die Druckmaschinenhersteller - zusammen mit der Werbewirtschaft - wichtigste Kundengruppe hatte angesichts eigener Schwierigkeiten bereits im vergangenen Jahr ihre Ausgaben massiv zurückgefahren. Dies macht auch den wichtigsten Konkurrenten der Heidelberger, MAN Roland sowie Koenig & Bauer, kräftig zu schaffen.

Der Heidelberger-Vorstand kündigte für das neue Jahr 2003/04 auf Grund der schwachen Nachfrage in den Schlüsselmärkten Deutschland und USA einen weiteren Umsatzrückgang im Konzern an. Es sei nach wie vor nicht mit einer Nachfragebelebung zu rechnen, hieß es. Deshalb werde das Unternehmen seinen bereits eingeleiteten Sparkurs forcieren.

Von den zuletzt weltweit rund 24 180 Arbeitsplätzen sollen weitere rund 1 000 gestrichen werden. Das Sparpotenzial aus dem zusätzlichen Kostensenkungsprogramm bezifferte der Konzern mit 80 Mill. ? jährlich. Der Stellenabbau solle sozialverträglich umgesetzt werden, erste Gespräche mit den zuständigen Gremien liefen bereits, hieß es. Auch werde die Schließung weiterer Standorte im weltweiten Produktionsverbund erwogen. Bislang hatten die Heidelberger mit Hilfe des bereits laufenden Restrukturierungsprogramms Einsparungen von rund 200 Mill. ? in Aussicht gestellt.

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