Weiterhin auf Rekordkurs
Stada hat den richtigen Dreh raus

Der Arzneimittelhersteller Stada hat in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt und sein Ergebnisziel für das Gesamtjahr bekräftigt.

Reuters BAD VILBEL. Dank eines deutlichen Wachstums in den Kernsegmenten Generika, Marken sowie Spezialpharmazeutika habe Stada in den ersten neun Monaten 2002 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 465,1 Millionen Euro gesteigert, gab das Bad Vilbeler Unternehmen am Dienstag bekannt. Auch hätten umfangreiche Neueinführungen zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen. Vor Steuern kletterte der Gewinn (Ebt) um 38 Prozent auf 48 Millionen Euro. "Wir sind stolz, mit unseren Neunmonatszahlen wieder neue Rekordmarken erreicht zu haben", teilte Stada-Chef Hartmut Retzlaff mit. "Wir gehen davon aus, dass wir unsere im Juni angehobenen Konzernziele für 2002 sicher erreichen." Die im Nebenwerteindex MDax notierte Stada-Aktie gab dennoch leicht nach.

Das Unternehmen verbuchte bei fast allen Kennziffern deutliche Zuwächse. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte den Angaben zufolge 35,8 Prozent auf 77,4 Millionen Euro zu. Das Ergbnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte um 38,6 Prozent auf 56,8 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Stada mit 28,7 Millionen Euro fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Stada habe vor allem von deutlichen Umsatzzuwächsen seines Geschäfts mit Nachahmermedikamenten (Generika) im europäischen Ausland profitiert, erläuterte das Unternehmen. Im dritten Quartal sei der Umsatz um rund 15 Prozent auf 155,1 Millionen Euro gestiegen, während das Vorsteuerergebnis um 35 Prozent auf 11,07 Millionen Euro geklettert sei. Stada bilanziert seit Vorlage seiner Halbjahreszahlen nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IAS.

Unter den einzelnen Segementen verbuchten die Generika seit Jahresbeginn mit einem Plus von 35 Prozent auf 317,6 Millionen Euro den deutlichsten Anstieg. Das Geschäft mit Spezialpharmzeutika kletterte um 20 Prozent auf 15,1 Millionen Euro, während die Marken um 19 Prozent auf 79,8 Millionen Euro zulegten. Im Nicht-Kernsegment Handelsgeschäfte seien die Umsätze nach der zum Halbjahr erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung in den Niederlanden wie geplant um 44 Prozent zurückgeführt worden. Zum Umsatzplus hätten auch 165 Neueinführungen beigetragen.

Stada gehe für 2002 von einem prozentual "deutlich zweistelligen" Anstieg beim Konzernumsatz und einem Vorsteuergewinn von mindestens 60 (Vorjahr 47,8) Millionen Euro aus, hieß es. Konzernchef Retzlaff hatte im August gesagt, im Jahr 2002 beim Umsatz mindestens 600 (537,8) Millionen Euro zu erreichen. Die Stada-Aktie notierte im frühen Handel am Dienstag rund 0,3 Prozent leichter bei 36,70 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%