Weiterhin Ausschreitungen
KFOR führt Ausgangssperre in Teilen von Kosovska Mitrovica ein

dpa BELGRAD/KOSOVSKA MITROVICA. Die internationale Kosovo- Friedenstruppe KFOR und die UN-Polizei (UNMIK) haben eine Ausgangssperre in der geteilten Stadt Kosovska Mitrovica verkündet, die am Dienstagabend beginnen sollte. Diese Maßnahme sei nach den Ausschreitungen der vergangenen drei Tage getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Beta.

Die Polizeistunde von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr gilt in denjenigen Stadtteilen, wo neue Konflikte befürchtet werden. Bei den Zusammenstößen wurde ein Albaner getötet und mehrere Albaner und Serben verletzt.

Die am Montagabend von aufgebrachten Albanern im südlichen Stadtteil für kurze Zeit entführten sechs Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind am Dienstag in den nördlichen, serbisch kontrollierten Stadtteil zurückgekehrt.

Die OSZE-Mitarbeiter waren in ihren Fahrzeugen im südlichen, von Albanern bewohnten Stadtteil Mitrovocas von einer Menschenmenge angriffen, geschlagen und anschließend entführt worden. Dänischen KFOR-Soldaten gelang es, sie wieder frei zu bekommen. Die Verschleppung der Mitarbeiter am Vorabend sei "inakzeptabel", sagte der Chef der OSZE-Mission, Dan Everts, in Pristina nach Angaben der Nachrichtenagentur Beta.

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