Weiterhin Gefahr einer Verfehlung der Drei-Prozent-Defizitgrenze
Fitch bestätigt Rating für deutsche Titel

Die Ratingagentur Fitch hat am Montag die Bonitätsbewertungen für öffentliche deutsche Titel bestätigt. Damit gelten für langfristige Verschuldungstitel in In- und Auslandswährung weiterhin die "AAA"-Ratings, für kurzfristige Titel in Inlandswährung das "F1+"-Rating.

vwd LONDON. Zudem wurde der Ausblick für die langfristigen Ratings mit "stabil" angegeben. Wie es hieß, stehen die Rating-Bestätigungen im Einklang mit der Situation der öffentlichen Finanzen.

Fitch wies allerdings wie bereits im vergangenen Novenber darauf hin, dass für Deutschland weiterhin die Gefahr einer Verfehlung der Drei-Prozent-Defizitgrenze im Rahmen des EU-Stabilitäts- und Wachstumspakts bestehe. Sollte dies tatsächlich geschehen, wäre es politisch zwar peinlich und würde der Glaubwürdigkeit des Pakts schaden, negative Folgen für das deutsche Rating würden hieraus jedoch nicht resultieren. Fitch geht zudem davon aus, dass sich das Defizit im Zuge einer konjunkturellen Belebung zurückbilden sollte.

Angesichts der schwachen deutschen Wachstumsperformance empfiehlt Fitch jedoch finanz- und strukturpolitische Reformen. Mittel- bis längerfristig seien dabei vor allem Reformen auf dem Arbeitsmarkt und des Sozialversicherungssystems erforderlich.

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