Weiterhin keine Quartalsberichte
Porsche-Chef Wiedeking will Modelloffensive fortsetzen

Der Sportwagenhersteller Porsche will weiter mit neuen Modellen stark wachsen.

rtr MÜNCHEN. Porsche-Vorstandsvorsitzender Wendelin Wiedeking sagte in einem Interview mit der Nachrichtenmagazin "Focus": "Wir werden mit all unseren Angeboten die Exklusivstrategie fortsetzen". Eine klare Absage erteilte dabei Wiedeking Plänen, wonach Porsche unterhalb der Boxster-Serie Fahrzeuge produzieren könnte. "Ich kann Ihnen versichern, dass es unter meiner Leitung keine zusätzliche Baureihe unterhalb der Boxster-Baureihe geben wird", sagte er.

Porsche will nach den Worten von Wiedeking derzeit nicht in das Formel 1-Geschäft einsteigen. "Derzeit müssen wir die Ressourcen auf die Modelloffensive fokussieren". Außerdem interessiere die Formel 1 in dem wichtigsten Absatzmarkt von Porsche, den USA, fast niemanden. "Doch irgendwann müssen und wollen wir im Motorsport wieder richtig mitmischen. Das sind unseren Fans schuldig", sagte er in dem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview.

Wiedeking verteidigte erneut die Entscheidung von Porsche, keine Quartalsberichte zu verfassen. Die Quartalsberichte verstärkten Kursausschläge so sehr, "dass die Börsen manchmal eher an Kasinos erinnern. Die einzigen, die davon profitieren, sind Börsen und Banken. Wir jedenfalls machen bei diesem Spiel nicht mit", sagte er.

Nachdem Porsche den neuen Regelungen der Deutschen Börse nicht nachkommen will und sich weigert, Quartalsberichte vorzulegen, wird eine Herausnahme der Vorzugsaktien aus dem MDax der 70 Nebenwerte erwartet. Eine Sprecherin der Deutschen Börse hatte zuvor gesagt, falls Porsche keine Quartalsberichte vorlegen werde, würde die Herausnahme bei dem nächsten Treffen des Arbeitskreises Aktienindizes, das für den 7. August vorgesehen ist, diskutiert werden.

Die Papiere sind allerdings in den wichtigen MSCI-Indizes enthalten, die bei Fondsmanagern große Beachtung finden. Die US-Investmentbank Lehman Brothers hatte am Donnerstag ihr Kursziel für die Aktien des Sportwagenherstellers Porsche auf 550 ? von zuvor 500 ? angehoben und die Aktie weiter mit "strong buy" eingestuft. Die Aktien des Stuttgarter Unternehmens schlossen am Freitag mit 407,0 ? um 6,27 % im Plus.

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