Weiterhin Konzentration auf Kerngeschäfte
RWE will Fusion mit VEW bald vollenden

Ein gutes Jahr nach ihrer Ankündigung steht der rechtliche Vollzug der Fusion von RWE und VEW unmittelbar bevor. RWE-Vorstandschef Dietmar Kuhnt kündigte am Donnerstag in Essen die baldige Eintragung der neuen RWE ins Handelsregister an.

Reuters ESSEN. Bereits am Freitag werde man diese Eintragung beim Amtsgericht in Essen beantragen, sagte ein Konzernsprecher weiter. Voraussetzung für den letzten Schritt zur Einheit ist die Zustimmung der ordentlichen Hauptversammlung zum Jahresabschluss 1999/00. Daran wurde am frühen Nachmittag auf der Hauptversammlung nicht gezweifelt. Bereits im Oktober hatten die beiden früheren Ruhrgebietskonkurrenten ihre Geschäfte zusammengelegt.

Aktionärsvertreter fanden überwiegend viel Lob für die zügige Umsetzung der Fusion zu Deutschlands größtem Energieversorger. Erika Chebulla von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre bezeichnete den Schritt als "großartige Leistung" und wurde in dieser Ansicht durch Beifall von den rund 5400 Aktionären unterstützt. Jörg Pluta von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz lobte zudem die Übernahme des britischen Wasserversorgers Thames Water Plc als klugen Schritt auf dem Weg zu einem internationalen Energieversorger. "Thames Water ist mit Sicherheit eine Perle", sagte er.



Ziel: Führender Platz unter den Versorgungsunternehmen in Europa

Konzernchef Kuhnt bezeichnete Thames Water als "ideale Plattform für weiteres internationales Wachstum". Ob RWE bereits konkrete Akquisitionen im Auge hat, sagte er nicht. RWE sei nunmehr die Nummer drei im internationalen Wasser- und Abwassergeschäft und könne es sogar mit den Branchenspitzen, den französischen Konzernen Suez Lyonnaise des Eaux und Vivendi aufnehmen. Kuhnt bekräftigte das für RWE gesteckte Ziel, vor allem durch Zukäufe einen Platz unter den führenden Versorgungsunternehmen in Europa zu erreichen. Die neue RWE konzentriert sich auf die vier Kerngeschäfte Strom, Gas, Wasser/Abfasser sowie Abfall und Recycling.

Neue Zahlen zur Geschäftsentwicklung nannte Kuhnt nicht. Vor zwei Tagen hatte der Konzern in seinem Bericht zum ersten Quartal (von Juli bis September) des Geschäftsjahres 2000/01 eine Steigerung des Betriebsergebnisses auf 605 von 567 Mill. Euro bekannt gegeben. Für das Gesamtjahr bekräftigte Kuhnt noch einmal die Prognose, das Betriebsergebnis mindestens zu halten. Unter Hinzurechnung von VEW werde das Ergebnis allerdings um zehn Prozent über dem Niveau liegen, das RWE (alt) allein erzielt hätte.

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