Weiterhin niedrige Inflation
Norbert Walter: So wird die Börse 2002

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank prognostiziert für die nahe Zukunft noch Schwankungen an den Aktienmärkten und sieht eine Trendwende erst im späteren Jahresverlauf.

HB HAMBURG. Die Weltwirtschaft könne zum Sommer 2002 eine Belebung erfahren - so Prof. Dr. Norbert Walter, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank. "Die Rezession könnte auf ein Jahr beschränkt bleiben." Dazu müssten aber einige Voraussetzungen erfüllt sein: Die USA und Europa sollten "durch Nachfragestützung die Weltkonjunktur vor dem Absacken bewahren".

Der Kampf gegen den Terrorismus müsse "in weltweiter Geschlossenheit erfolgreich sein", der Ölpreis "nachfragebedingt niedrig bleiben". Dies prognostiziert der Volkswirt in der aktuellen Ausgabe der Kundenzeitschrift der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Walter sieht die Wahrscheinlichkeit für ein solches günstiges Szenario bei etwa einem Fünftel. "Wahrscheinlicher ist, dass es schlechter wird. Für wie lange und um wie viel, das ist außerordentlich schwer abzuschätzen, ist doch in dieser Krise erstmals neben der Industrie auch der Dienstleistungssektor betroffen. Mit solchen Kombinationen haben wir keine Erfahrung."

Für die nahe Zukunft prognostiziert Walter noch einige Schwankungen an den Aktienmärkten: "Auch der rund 20-prozentige Kursanstieg nach dem 11. September wird keinen Bestand haben." Die endgültige Trendwende komme erst "im späteren Verlauf des Jahres 2002". Nach Walters Einschätzung müsse man sich darauf einstellen, "dass Inflation und Nominalzins für eine ganze Weile sehr niedrig liegen werden".

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