Weiterhin Tyco unter Druck
General Electric stützt den Dow

Nach deutlichen Kursverlusten am Montag blieben die Investoren am Dienstag vorsichtig. Noch immer drückten Sorgen um undurchsichtige Bilanzierungspraktiken einzelner Unternehmen auf die Kaufstimmung. Neue Konjunkturdaten änderten daran nichts.

bib NEW YORK. Wechselhaft präsentierten sich die US-Aktienmärkte am Dienstag. Nachdem die wichtigsten Indizes im frühen Handel überwiegend im Minus tendiert hatten, wechselten sie zur Handelsmitte zeitweise ins Plus, um schließlich doch mit Verlusten aus dem Handel zu gehen.

Weiterhin unter starkem Verkaufsdruck standen die Papiere von Tyco International. Grund sind die umstrittenen Buchführungspraktiken des Mischkonzerns. Tyco brachen um rund 23 % ein, nachdem sie bereits am Montag 16 % niedriger geschlossen hatten. Das Unternehmen hatte zugegeben, in den vergangenen Jahren acht Mrd. $ für Unternehmenskäufe ausgegeben zu haben, ohne die Investitionen publik zu machen. Ebenfalls wegen undurchsichtiger Bilanzen abgestraft wurden Reliant Resources. Der Energiekonzern hat die Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal verschoben. Die Gewinnzahlen für 2001 müssen neu berechnet werden. Die Aktie fiel um 13 %.

Wenig Auftrieb für die Börsen lieferten die neuen gesamtwirtschaftlichen Daten: Zwar stiegen einem Bericht zufolge im Dezember die Auftragseingänge für die Industrie. Allerdings stagnierte einer anderen Meldung zufolge im Januar das Wachstum im Dienstleistungsbereich.

Der technologielastige Nasdaq - Composite-Index ging nach einem kräftigen Auf und Ab mit minus 0,9 % aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte tendierte dagegen nahezu unverändert, während der breiter gefasste S & P-500-Index um 0,4 % fiel. Insgesamt wechselten mehr als 1,6 Mrd. Aktien den Besitzer. Dabei standen 1 218 Kursgewinner 1 877 Verlierern gegenüber.

Die Verluste des Dow Jones wurden durch eine Ankündigung von General Electric begrenzt, der Konzern könne seine Prognosen für das Jahr 2002 erfüllen. Die Aktie gewann 3 %. Dagegen geriet eine Reihe von Technologiewerten unter Druck, nachdem Ciena gemeldet hatte, der Verlust im ersten Quartal werde die Erwartungen übersteigen. Um Kosten zu senken will der Spezialist für optische Netzwerke nun zwölf Prozent der Belegschaft abbauen. Ciena büßten gut 9 % ein.

Um rund 21 % abwärts ging es für die Titel von Sprint PCS. Das Mobilfunkunternehmen nahm seine Ankündigung zurück, im laufenden Jahr 3,6 Mill. neue Kunden zu gewinnen. Sprint rechnet jetzt nur noch mit drei Mill. neuen Nutzern. Außerdem übertraf der Verlust im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten. Mehrere Investmentbanken stuften die Aktie von Sprint PCS herunter.

Ebenfalls enttäuschend verlief die Kursentwicklung von Colgate Palmolive. Der Zahnpasta-Hersteller hatte für das vierte Quartal eine Steigerung des Nettogewinns um 3 % gemeldet. Dennoch verbilligte sich die Aktie um mehr als 1 %.

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