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Wella schließt Produktionsstandort und streicht 1.200 Stellen

(dpa-AFX) Darmstadt - Der Kosmetikhersteller Wella < Wad3.ETR > will weltweit in den Bereichen Produktion und Logistik 1.200 Stellen abbauen. In Deutschland seien rund 190 Mitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Darmstadt mit. Grund sei die Kooperation in den Bereichen Logistik und Produktion mit dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P & G) < PG.NYS > < PRG.FSE > , der Wella mehrheitlich übernommen hatte. Durch diesen Schritt würden Überkapazitäten abgebaut, hieß es.

(dpa-AFX) Darmstadt - Der Kosmetikhersteller Wella < Wad3.ETR > will weltweit in den Bereichen Produktion und Logistik 1.200 Stellen abbauen. In Deutschland seien rund 190 Mitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Darmstadt mit. Grund sei die Kooperation in den Bereichen Logistik und Produktion mit dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P & G) < PG.NYS > < PRG.FSE > , der Wella mehrheitlich übernommen hatte. Durch diesen Schritt würden Überkapazitäten abgebaut, hieß es.

Im Zuge der Kooperation will Wella seinen Produktionsstandort in Lenzkirch im Schwarzwald schließen sowie Stellen am Standort Hünfeld abbauen. In Hünfeld sollen den Angaben zufolge 80 der 1.170 Stellen gestrichen werden, am Standort Lenzkirch mit insgesamt rund 220 Mitarbeitern seien die 110 Arbeitsplätze in der Produktion und Logistik betroffen. Der Kurs der Wella-Aktie notierte am Mittwochnachmittag nahezu unverändert bei 77,39 Euro.

Stellenabbau Soll Sozialverträglich Erfolgen

Insgesamt seien 7 Prozent der 2.700 deutschen sowie 18 Prozent der weltweiten Stellen in Produktion und Logistik betroffen, teilte Wella weiter mit. Eine Sprecherin des Unternehmens wollte nicht sagen, welche Summe das Unternehmen durch die Kooperation und den Stellenabbau einsparen will. Bei P & G seien durch die Zusammenarbeit weltweit rund 300 Beschäftigte betroffen.

Den Stellenabbau bei Wella wolle das Unternehmen sozialverträglich vollziehen, sagte die Sprecherin weiter. So sollten die Streichungen in Hünfeld etwa über Vorruhestand oder Altersteilzeit erreicht werden. Für Lenzkirch prüften derzeit Management und Betriebsrat intensiv die Möglichkeit eines Verkaufs der Produktionsanlage. Alternativ werde überlegt, wie Arbeitsplätze durch die Gründung einer Auffanggesellschaft gesichert werden könnten.

"Entlassungen sind nicht ausgeschlossen", betonte die Sprecherin weiter. "Keine direkten Auswirkungen" gebe es für die Produktionsstandorte in Köln-Bickendorf (Kosmetik und Duft) sowie Rothenkirchen (Haarfarben).

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