Welle von Gewinnmitnahmen
Börse Tokio von Technologiewerten belastet

Die Börse Tokio hat am Donnerstag belastet von Verlusten bei Technologiewerten schwächer geschlossen. Händler führten die Abgaben vor allem auf die schwachen Vorgaben aus New York zurück. Dort hatten bereits am Vorabend die trübe Geschäftsprognose des Computerherstellers Hewlett-Packard und pessimistische Analystenkommentare die Technologiebörse Nasdaq nach unten gedrückt.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index sank um 0,99 Prozent auf 8917,57 Punkte. Der breiter gefasste kapitalgewichtete Topix-Index verlor 0,89 Prozent auf 866,86 Zähler.

Die Investmentbank Morgan Stanly hatte für vier Technologiesektoren inklusive die Halbleiterindustrie die Gewinnschätzungen reduziert. "Die Rückstufung hat eine neue Welle von Gewinnmitnahmen vor allem in den Technologiewerten ausgelöst, die während der vergangenen Wochen eine beachtliche Entwicklung gezeigt haben," sagte ein Analyst.

So schwächten sich unter anderen die Aktien des weltweit zweitgrössten Halbleiterausrüsters Tokyo Electron und des weltgrössten Elektronikkonzerns Hitachi deutlich ab. Auch die Bankwerte standen unter Druck. Die Aktien von UFJ Holdings, der kleinsten unter Japans vier Megabanken, fielen 3,7 Prozent. Sie litten erneut unter Sorgen, die Anstrengungen der Banken zur Bewältigung des Bergs von faulen Krediten, der die Entwicklung der japanischen Wirtschaft behindert, könnte die fragile Kapitalbasis des Sektors weiter beeinträchtigen.

Die Aktien einer Handvoll von Unternehmen verzeichneten bescheidene Kursgewinne. Die Titel von JFE Holdings, Japans grösstem Stahlhersteller, legten 2,9 Prozent zu, nachdem China bilateralen Gesprächen mit Taiwan im Rahmen der WTO zugestimmt hatte, um über seine Schutzmassnahmen bei den Stahlimporten zu diskutieren. Die Gespräche könnten ein Signal für eine lockerere Linie Chinas bei den Stahlimporten sein, hiess es. China hatte erst vor kurzem neue Importbestimmungen eingeführt. Im Markt waren darauf Befürchtungen aufgekommen, diese könnten die Gewinne der Stahlproduzenten im zweiten Halbjahr beeinträchtigen. China ist Japans zweitgrösster Exportraum.

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