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„Welt am Sonntag“: Fliegen wird im Herbst merklich teurer

Fliegen dürfte im Herbst merklich teurer werden. Laut „Welt am Sonntag“ werden neben der Lufthansa 21 weitere Fluggesellschaften in Deutschland die Provisionen für Reisebüros streichen und eine so genannte Servicepauschale einführen. Diese Gebühr muss der Passagier beim Kauf eines Tickets zahlen.

dpa BERLIN. Fliegen dürfte im Herbst merklich teurer werden. Laut "Welt am Sonntag" werden neben der Lufthansa 21 weitere Fluggesellschaften in Deutschland die Provisionen für Reisebüros streichen und eine so genannte Servicepauschale einführen. Diese Gebühr muss der Passagier beim Kauf eines Tickets zahlen.

So erhebt die Lufthansa 30 ? für Inlands- und Europaflüge sowie 45 ? für ein Langstreckenticket. Diese Summe wird beim Ticketdirektkauf, etwa am Flughafenschalter oder auf der Internet- Seite fällig. Bei der Buchung im Reisebüro werde ebenfalls eine Pauschale fällig, die wahrscheinlich noch darüber liege, berichtete die Zeitung.

"Die Gebühr gilt bei uns vom 1. September an", sagte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage. "Sie schafft Transparenz zwischen der Flugleistung, die wir erbringen, und der Beratungsleistung, die das Reisebüro erbringt." Die Lufthansa folge mit der Einführung der Servicepauschale einem Verfahren, das in vielen europäischen Ländern bereits gelte. Das Kartellamt habe vor wenigen Wochen die Gebühr ohne Beanstandungen genehmigt.

Zu den Fluggesellschaften, die die Gebühr einführen, gehören laut "Welt am Sonntag" unter anderem Air France, Alitalia, British Airways, Iberia, Swiss, Delta und United. Die Einsparungen für die Airlines bewegten sich im dreistelligen Millionenbereich. Allein die Lufthansa spare durch die Einführung der Nullprovision pro Jahr rund 100 Mill. ? ein.

Zusätzlich würden einige Fluglinien in Zukunft eine Extragebühr verlangen, wenn ein Passagier statt eines elektronischen Tickets einen ausgedruckten Flugschein in Papierform haben möchte. Bei Lufthansa, Air France und der japanischen ANA werde der Aufschlag acht Euro betragen, bei Finnair zehn Euro, bei Swiss 15 ?. Erwartet werde, dass Flugpassagiere künftig vermehrt im Internet buchen. Der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verband (DRV) befürchtet deswegen laut "Welt am Sonntag" ein Massensterben unter den rund 4500 Reisebüros in Deutschland, die Flugscheine verkaufen.

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