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'Welt': Deutsche Bank will in Deutschland maximal 2000 Stellen kürzen

Die Deutsche Bank will einem Pressebericht zufolge in Deutschland voraussichtlich maximal 2000 Stellen kürzen.

dpa-afx BERLIN. Die Deutsche Bank will einem Pressebericht zufolge in Deutschland voraussichtlich maximal 2000 Stellen kürzen. Das habe Personal-Vorstand Tessen von Heydebreck nach Informationen aus Teilnehmerkreisen den Betriebsräten auf ihrer Jahresversammlung in Magdeburg zugesichert, berichtet die Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Ursprünglich habe das Management als grobe Zielvorgabe zehn Prozent der etwas mehr als 27 000 Arbeitsplätze anvisiert, hieß es weiter. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren.

Von Heydebreck solle allerdings die Obergrenze von 2000 Stellen mit der Forderung verbunden haben, dass die Mitarbeiter flexibler bei der Arbeitszeit und der erfolgsabhängigen Vergütung sein müssten, berichtet das Blatt weiter. Außerdem handele es sich um Nettozahlen. So könne der Arbeitsplatzabbau etwas höher ausfallen, gleichzeitig aber durch Stellenverlagerung aus dem Ausland ins Inland kompensiert werden. In diesem Zusammenhang soll von Heydebreck vom "Insourcing" nach Deutschland in einer Größenordnung von einigen hundert Arbeitsplätzen gesprochen haben. "Allen ist klar, dass Arbeitskräfte in London und New York weitaus teurer sind als hierzulande", heiße es in Bankkreisen.

Während die Pläne laut "Welt" für den Stellenabbau in Deutschland bereits vorliegen, stehe dem Vernehmen nach bisher noch nicht fest, wie groß die Einschnitte konzernweit ausfallen werden. Gemessen am Richtwert des Managements müssten weltweit 6 500 der insgesamt 65 000 Stellen abgebaut werden. Durch den geringeren Stellenabbau in Deutschland dürfte diese Zahl nun aber nicht mehr erreichbar sein, hieß es in dem Bericht weiter.

Am Dienstag hatte das Geldinstitut einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über einen Abbau von bis zu 3 000 Stellen als "reine Spekulation" zurückgewiesen. "Es gibt derzeit keine Entscheidungen über konkrete Maßnahmen über einen Stellenabbau", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Dienstag. Zuvor hatte die Zeitung unter Berufung auf Bankenkreise berichtet, dass in Deutschland theoretisch bis zu 3 000 Stellen zur Disposition stehen. Dabei seien auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

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