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'Welt' McKinsey: DaimlerChrysler-Sparte Mercedes-Benz hat 10.000 Jobs zu viel

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die DaimlerChrysler -Sparte Mercedes-Benzhat laut der "Welt" Unternehmensberatern zufolge 10.000 Arbeitsplätze zu viel.Dies sei eine der Kernaussagen aus einem internen Papier, das dieUnternehmensberatung McKinsey für den Stuttgarter Autobauer erstellt habe,meldet die Zeitung (Samstagsausgabe). Der Konzern erwäge einen Stellenabbau.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die DaimlerChrysler -Sparte Mercedes-Benzhat laut der "Welt" Unternehmensberatern zufolge 10.000 Arbeitsplätze zu viel.Dies sei eine der Kernaussagen aus einem internen Papier, das dieUnternehmensberatung McKinsey für den Stuttgarter Autobauer erstellt habe,meldet die Zeitung (Samstagsausgabe). Der Konzern erwäge einen Stellenabbau.

Laut McKinsey könne Mercedes-Benz, die weltweit rund 104.000 Menschenbeschäftige, auf etwas mehr als zehn Prozent ihrer Beschäftigten verzichten,ohne dass Abstriche bei Anzahl und Qualität der produzierten Autos gemachtwerden müssten. Bei DaimlerChrysler war am Freitagabend niemand für eineStellungnahme zu erreichen.

STELLENABBAU IN SINDELFINGEN GEPLANT

Wie die Zeitung weiter meldet, sollen als eine erste Konsequenz desProjektes mit dem Namen "MCG Best" ab dem nächsten Jahr vor allem am StandortSindelfingen Arbeitsplätze abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen seiennicht geplant, heiße es in Unternehmenskreisen.

Der Stellenabbau solle dadurch erfolgen, dass befristete Zeitverträge nichtverlängert werden. Außerdem wolle der Konzern Mitarbeitern verstärktAltersteilzeit anbieten. Als Grund für den Arbeitsplatzabbau würden ininformierten Kreisen unter anderem die weiteren Rationalisierungsfortschrittemit dem Anlauf der neuen C-Klasse genannt, die derzeit noch den ProjektnamenW204 trägt. "Mit den produktionstechnischen Verbesserungen wird weniger Personalbenötigt", heiße es in Sindelfingen.

Weder McKinsey noch DaimlerChrysler hätten die Informationen des Blattskommentieren wollen. "Die Mercedes Car Group arbeitet kontinuierlich anEffizienzsteigerungen, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und dieführende Position im Luxussegment abzusichern", habe lediglich einDaimler-Sprecher gesagt. Zu inhaltlichen Details nehme der Konzern keineStellung.

Die Effizienzprobleme bei Mercedes seien erst kürzlich ein Grund für eineFührungskrise bei DaimlerChrysler gewesen. So durfte der designierteMercedes-Chef Wolfgang Bernhard seinen Job gar nicht erst antreten, weil er zuhart in dem Unternehmen durchgreifen wollte, wie es hieß.

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