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Weltblutspendetag: Rettende Transfusion für meiste unerreichbar

Genf (dpa) - Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung können im Notfall nicht mit einer lebensrettenden Bluttransfusion rechnen. Und wenn sie doch eine erhalten, dann wissen sie nicht, ob das Blut auch gesundheitlich unbedenklich ist.

Genf (dpa) - Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung können im Notfall nicht mit einer lebensrettenden Bluttransfusion rechnen. Und wenn sie doch eine erhalten, dann wissen sie nicht, ob das Blut auch gesundheitlich unbedenklich ist.

Darauf hat die Weltgesundgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag anlässlich des ersten Weltblutspendetages am kommenden Montag (14. Juni) hingewiesen. Von den weltweit rund 80 Millionen Blutspenden im Jahr kommen nur etwas über ein Drittel in den Entwicklungsländern zusammen. «Ein ausreichender Vorrat an gesundem Blut ist ein Hauptbestandteil für ein wirksames Gesundheitssystem und absolut erforderlich für Krankheitsprävention und Behandlung», sagte WHO - Generalsdirektor Jong Wook Lee.

Als besonders vorbildlich stellte die WHO Südafrika heraus, wo auch die Hauptaktionen zum Weltblutspendetag starten. Dort gibt es ein Programm Club 25, in dem sich Jugendliche nach der Berufsausbildung verpflichten bis zum Alter von 25 Jahren 25 Mal Blut gespendet zu haben.

Laut WHO ergaben Untersuchungen, dass freiwillige und unbezahlte Blutspender die sichersten Spender sind. Ausschließlich freiwillige Spenden gebe es jedoch nur in 39 von 178 untersuchten Ländern, darunter auch Südafrika. Außerdem verfügten 20 Länder über keine Tests, um alles gespendete Blut auf HIV zu untersuchen, in 24 Ländern fehlten ausreichende Tests für Hepatitis B, in 37 für Hepatitis C und in 24 weiteren Länder für Syphilis.

Der Welttag des Blutspendens wird neben der WHO von der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes (IFRC), der Internationalen Föderation der Blutspenderorganisationen und der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion getragen.

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