Welteke dämpft Erwartung
Keine deutlichen Impulse von der EZB

Bundesbank-Präsident und EZB-Ratsmitglied Ernst Welteke hat erneut Erwartungen einer baldigen weiteren Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) gedämpft.

Reuters FRANKFURT. In einem am Mittwochabend vorab veröffentlichten Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe) sagte Welteke auf die Frage, wann neuer Spielraum für eine Zinssenkung gegeben wäre: "Wenn der Preistrend auf mittlere Sicht weiter nach unten gehen sollte." Die Wachstums- und Inflationsdaten hätten sich seit der letzten Leitzinssenkung der EZB am 5. Juni um 50 Basispunkte auf 2,00 % allerdings "nicht entscheidend geändert". Auf die Frage, ob die anhaltenden Spekulationen an den Finanzmärkten auf eine baldige weitere Zinssenkung unangebracht seien, sagte Welteke: "Das kann man durchaus so sehen."

Welteke wies zugleich Spekulationen zurück, Notenbanken des Euro-Systems hätten durch den Verkauf von Mrd. von Dollar am Devisenmarkt den Euro zusätzlich gestärkt. Er könne diese Zahlen nicht bestätigen, sagte der Bundesbank-Präsident. "Selbst wenn sie stimmen würden, hielte ich es für unangemessen, den Notenbanken vorzuwerfen, sie hätten ihrerseits zur Dollarschwäche beigetragen oder diese gar verstärkt. Denn gemessen am Gesamthandelsvolumen des Devisenmarkts würde es sich um eine vernachlässigbare Größe gehandelt haben."

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