Welteke hat nicht auf neuen Abschluss gedrängt
Gold-Abkommen wird in Dubai angesprochen

Im kommenden Jahr läuft das Goldabkommen der europäischen Zentralbanken aus. Ein neues Abkommen soll nach Informationen aus Notenbanken am Rande der IWF-Tagung in Dubai zur Sprache kommen.

HB FRANKFURT/M. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Zentralbankchefs, die am Rande der IWF-Tagung mit den Finanzministern zum Treffen der sieben wichtigsten Industrienationen (G-7) zusammenkommen, über dieses Thema ansprechen würden, sagte ein Sprecher der Europäischen Zentralbank. Die Deutsche Bundesbank dämpfte aber Erwartungen, dass der Abschluss eines neuen Abkommens schon bevorstehe. Bundesbankpräsident Ernst Welteke hatte in einem vorab verbreiteten Interview mit "Bloomberg TV" gesagt, das Goldabkommen sei in Dubai vielleicht ein Thema. Welteke habe damit nicht auf den Abschluss eines neuen Abkommens gedrängt, sagte Bundesbanksprecher Wolfgang Mörke.

Mit dem Goldabkommen wollten die Notenbanken ihre Bestände marktschonend abbauen. Nach dem Abkommen von 1999 dürfen die 15 beteiligten europäische Notenbanken bis 2004 deshalb nur 400 Tonnen Gold pro Jahr verkaufen. Welteke hat bereits wiederholt die Absicht geäußert, unter einem möglichen neuen Abkommen eine größere Menge als die bisher erlaubte verkaufen zu wollen. Die Bundesbank ist mit ihren gut 3 500 Tonnen Gold nach der US-Notenbank zweitgrößte Halterin von Beständen des Edelmetalls. Unter dem geltenden Goldabkommen durfte die Bundesbank nach Marktschätzungen aber nur rund 20 Tonnen abstoßen. Die Schweizer Nationalbank kann ihre Reserven zum Beispiel um 1 200 Tonnen und die Nederlandsche Bank um 300 Tonnen verringern.

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