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Welteke mahnt Verbraucher: Auf Preiserhöhungen achten

Die neue Währung werde von den Bürger euphorisch aufgenommen, so der Bundesbankpräsident.

dpa KÖLN. Die Euro-Starter-Päckchen werden nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Ernst Welteke von den Bürgern euphorisch angenommen. Die 45 Mill. ? (88 Mio DM) teure Kampagne zur Vorstellung des neuen Bargeldes bezeichnete Welteke am Montag in Köln als gelungen. Gleichzeitig appellierte er am ersten Ausgabetag der Münzbeutel, bei der Währungsumstellung auf nicht gerechtfertigte Preiserhöhungen zu achten.

Zwar gebe es immer wieder Berichte, wonach es vor der Bargeldumstellung zu Preiserhöhungen gekommen sei. "Statistisch hat sich das bisher nicht niedergeschlagen", sagte Welteke. "Ich kann nur an die Verbraucher appellieren, sehr sorgfältig zu gucken, denn die haben die Nachfragemacht."

In der ersten Phase seien über 53 Mill. Starter-Päckchen mit rund einer Milliarde Münzen ausgegeben worden. "Wir werden jetzt nochmals so eine Summe zur Verfügung stellen", sagte Welteke. Insgesamt stehen in Deutschland damit bereits zwei Wochen vor dem Start des neuen Bargeldes zwei Mrd. Münzen zur Verfügung.

Welteke warnte davor, am 1. Januar Euroscheine zu hamstern. Die Starter-Kits mit den neuen Münzen seien den Bankangestellten "aus den Händen gerissen" worden. Zum Jahresbeginn "möge jeder nur so viele Banknoten aus den Automaten ziehen, wie er auch benötigt". Insgesamt werden laut Welteke in der Bundesrepublik 4,8 Mrd. Banknoten und 17 Mrd. neue Münzen bei der Umstellung ausgegeben.

EU-Kommissarin Michaele Schreyer bezeichnete den Euro als Symbol für die europäische Integration. "Der Euro stellt einen unwiderruflichen Quantensprung im europäischen Integrationsprozess dar und er sichert die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft." Die Zusammenarbeit zwischen europäischen und nationalen Institutionen vor der Währungsumstellung sei "vorbildlich" verlaufen. "Durch die Informationskampagne ist es gelungen, insbesondere in Deutschland die Skepsis gegenüber dem Euro abzubauen", sagte Schreyer. Das Stabilitätskonzept der D-Mark lebe im Euro weiter.

Bei der Kampagne zur neuen Währung hätten sich seit April über eine Million Menschen bei den Experten in den Euro- Informationszelten informiert. Dabei seien bis zum Ende der Info-Tour in bundesweit 100 Städten am Montag in Köln rund 1,5 Mill. Informationsbroschüren verteilt worden.

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