Weltenbummler plant die Rückkehr
Bendas großes Ziel: Hans Zach beerben

Der Eishockey-Wandervogel zieht weiter. Dieses Mal vom einen russischen Erstligisten zum anderen, von Kasan nach Woskresensk nahe Moskau. Doch auch für die Zeit danach hat der Eishockey-Nationalverteidiger schon Pläne. Und zwar sehr konkrete.

HB PRAG. "Ein Jahr noch in Russland, danach komme ich auf jeden Fall zurück nach Deutschland", sagt der Eishockey-Nationalspieler, der seit seinem 15. Lebensjahr auf Kufen um die Welt reist. Woskresensk, 80 Kilometer von Moskau entfernt, ist die nächste Station - und soll definitiv die letzte sein.

Der Eishockey-Weltenbummler hat Großes vor in der Heimat, die er in den vergangenen Jahren so selten gesehen hat. "Ich möchte Trainer werden", sagt Benda, der am Mittwoch seinen 32. Geburtstag feierte: "Mein großes Ziel ist es, die Nationalmannschaft zu trainieren." Mit Franz Reindl, dem Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), hat er bereits über seine Pläne gesprochen. Einen Bundestrainer Benda kann sich Reindl gut vorstellen. "Ich denke, dass er das könnte. Er ist der Typ dafür", sagt der Ex-Profi und sieht die Bewerbung positiv: "Es ist doch nur zu begrüßen, wenn jemand mit einer solchen Reputation und so viel Auslandserfahrung diesen Job machen will."

Zunächst soll Benda, der zusammen mit anderen Nationalspielern den B-Trainerschein schon gemacht hat, in der DEB-Nachwuchsarbeit beginnen. Doch dafür muss der in Belgien geborene Sohn tschechischer Emigranten erst seine Wanderjahre beenden, und ganz so weit ist es noch nicht.

Ausgerechnet an Bendas Geburtstag sorgte in Prag ein Zeitungsbericht über eine angeblich drohende Verhaftung für Wirbel. Das Prager Boulevardblatt "Blitz" schrieb in seiner Mittwochsausgabe, Benda schulde seiner in Prag lebenden Ehefrau Gabriela Alimente in Höhe von etwa 15 000 Euro und werde deshalb von der Polizei gesucht. Benda dementierte in derselben Zeitung.

Für den DEB kam die Meldung völlig überraschend. "Wir sind ja schon ein paar Tage hier, aber die Polizei hat sich bei uns nicht gemeldet", erklärte Reindl: "Für uns ist das absolut kein Thema." Mit Benda, der von seiner Frau und Tocher Sandra getrennt lebt, habe er auch nicht darüber gesprochen, da der Russland-Legionär sich auf das Spiel gegen Gastgeber Tschechien konzentrieren solle.

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