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Weltgerichtshof : USA verletzten Rechte im Fall LaGrand

Hilfe, die zu spät kommt: Der Weltgerichtshof in Den Haag hat den USA am Mittwoch vorgeworfen, die international verbrieften konsularischen Rechte der als Mörder hingerichteten deutschen Gebrüder Walter und Carl La Grand missachtet zu haben.

Reuters DEN HAAG. Der Weltgerichtshof in Den Haag hat den USA am Mittwoch vorgeworfen, die international verbrieften konsularischen Rechte der als Mörder hingerichteten deutschen Gebrüder Walter und Carl La Grand missachtet zu haben. Deutschland hatte das UNO-Gericht 1999 angerufen, weil seiner Meinung nach die Wiener Konvention verletzt wurde, die eine Benachrichtigung über die Verhaftung und die Verurteilung der LaGrands nötig gemacht hätte.

Die Beiden wurden wegen der Ermordung eines Bankangestellten während eines Überfalls im Jahre 1982 zum Tode verurteilt. Walter LaGrand starb 17 Jahre nach der Tat in einer Gaskammer, einen Tag nachdem der Gerichtshof in einer Eilentscheidung einen Hinrichtungsstopp verlangt hatte. Sein Bruder Karl war bereits vorher hingerichtet worden. Die Todesurteile wurde im US-Bundesstaat Arizona vollstreckt.

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