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Weltgrößter Autozulieferer Delphi bleibt unter Druck - rote Zahlen

Der weltgrößte Autozulieferer Delphi hat im dritten Quartal bei niedriger Auslastung und hohem Wettbewerbsdruck rote Zahlen geschrieben. Zwar wurde der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr von 353 Mill. auf 114 Mill. Dollar reduziert.

dpa-afx TROY. Der weltgrößte Autozulieferer Delphi hat im dritten Quartal bei niedriger Auslastung und hohem Wettbewerbsdruck rote Zahlen geschrieben. Zwar wurde der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr von 353 Mill. auf 114 Mill. Dollar reduziert. Allerdings hatte Delphi erst vor rund einer Woche seine Ergebnisprognose deutlich nach unten korrigieren müssen. Für das Gesamtjahr will der Konzern einen Gewinn zwischen 48 und 98 Mill. Dollar ausweisen. Der Umsatz soll 28,6 bis 28,8 Mrd. Dollar erreichen.

Der Verlust je Aktie lag im dritten Quartal bei 20 Cent je Aktie, nach einem Minus von 63 Cent vor einem Jahr, teilte Delphi am Montag vor Börseneröffnung in Troy (Michigan) mit. Der bereinigte Verlust erreichte zwölf Cent je Aktie und erfüllte damit die Markterwartungen. Den Umsatz steigerte Delphi von 6,56 auf 6,65 Mrd. Dollar zu. Analysten hatten mit 6,61 Mrd. Dollar gerechnet.

Delphi: Kein Branchenaufschwung

Für das vierte Quartal werde bei einem Umsatz von sieben bis 7,2 Mrd. Dollar ein Verlust von 18 Mill. Dollar bis zu einem Gewinn von 32 Mill. Dollar erwartet. Das Unternehmen glaubt jedoch nicht an eine kurzfristige Erholung der Autobranche und will seinen harten Sparkurs fortsetzen.

Im dritten Quartal gab es nach Darstellung von Konzernchef J.T. Battenberg ein schwierigeres Umfeld als während der ersten sechs Monate. Es habe stärkeren Druck im Rohstoffbereich, niedrige Produktionszahlen und Probleme beim Anlauf neuer Produkte gegeben.

Wichtigster Kunde IST GM

Delphi ist stark abhängig vom ehemaligen Mutterkonzern General Motors . Zwar sank der GM-Umsatzanteil im Quartal von 60 auf 53 Prozent. Der weltgrößte Autokonzern wird aber seine Produktion wegen des schwachen US-Markts im laufenden vierten Quartal zurückfahren. Dies wird auch Delphi treffen.

Der Konzern hat seit Oktober 2003 rund 5 500 der weltweit über 180 000 Arbeitsplätze abgebaut. Bis Jahresende werden es über 6 000 Stellen sein. In Deutschland hatte Delphi vor einem Jahr die Grundig-Autoradiosparte und zuletzt von mg technologies den Fürther Zünd- und Airbag-Spezialisten Dynamit Nobel AIS übernommen.

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