Weltgrößter Computer-Hersteller leidet unter Euro-Schwäche
Landesbank Baden-Württemberg empfiehlt IBM zu "akkumulieren"

dpa-afx STUTTGART. Die Landesbank Baden-Württemberg hat Anlegern empfohlen, die Aktie des Computerherstellers IBM zu "akkumulieren". Wie die Analysten am Montag in einer Studie erläuterten, lag das Ergebnis je Aktie im dritten Quartal 2000 "im Rahmen der Erwartungen". Überraschend sei allerdings der Umsatzanstieg von nur 3%. Damit sei IBM deutlich unter den eigenen Prognosen geblieben. Das bedeute, dass IBM die Umsatzplanung um 1 Mrd. $ verfehlt habe. Darüber hinaus habe auch beim weltgrößten Computerhersteller das Europa-Geschäft unter der Euro-Schwäche gelitten; der Umsatz sei um 3% zurückgegangen. Außerdem hätten Lieferprobleme bei einigen Chips zu Engpässen und damit zu einem "nur sehr bescheidenen" Umsatzplus von 1% im US-Geschäft geführt. Dieses Plus sei hauptsächlich auf Kostensenkungen zurückzuführen. Nachdem die Aktie auf Grund von Gewinnwarnungen anderer Technologie-Unternehmen schon in der Vergangenheit unter Druck geraten war, habe die Enttäuschung über die "niedrige Erlössteigerung" weitere Kursverluste zur Folge gehabt. Die Euro-Schwäche werde mit einiger Sicherheit auch im vierten Quartal den Geschäftsverlauf beeinträchtigen. Dennoch erwarten die Analysten ein zweistelliges Ergebnis-Plus im letzten Quartal 2000. Darüber hinaus gehen sie von einem erneuten Gewinnanstieg von gut 10% im Jahr 2001 aus. Allerdings seien die Chancen eines Kursanstiegs derzeit begrenzt. Das liege vor allem an der momentan geringen Umsatzdynamik und daran, dass die Aktie im Durchschnitt der letzten Jahre keinen Bewertungsaufschlag gegenüber dem Gesamtmarkt aufwies.

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